Acht Kinder mussten auf Parkbank schlafen!

Acht Kinder mussten auf Parkbank schlafen!
Traiskirchen
Unglaublich, was die Familie, als sie vergangenen Donnerstag nach Österreich kam und im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen um Asyl ansuchte, erlebte. Zwar wurden sie untersucht, aber im Anschluss einfach auf die Straße gesetzt. So musste die Mutter mit ihren acht Kindern die Nacht auf der Bank vor dem Asylerstaufnahmezentrum Traiskirchen verbringen!
Bereits vor einem Jahr kam Abd Aljwad (43) nach Österreich, damals in einem Container mit sechs weiteren Flüchtlingen. Er wurde gut aufgenommen erzählt er uns beim Lokalaugenschein vor dem Erstaufnahmezentrum, zuerst in Kärnten, derzeit lebt er mit sieben weiteren Asylwerbern in Wien. Am vergangenen Donnerstag gelang seiner Familie endlich zu flüchten. Nachdem ihr Haus in Aleppo von Bomben zerstört wurde und sie die letzen Wochen bereits bei Bekannten unterkommen mussten, traten sie über Istanbul die Flucht nach Österreich an, wo sie mit Verspätung am Donnerstag landeten.
Der erste Weg führte die Familie ins Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, wo sie um Asyl ansuchten. „Wir wurden untersucht, aber dann sagte man uns, Unterkunft gäbe es keine, da es schon zu spät war“, erzählt uns Lama (38) die Mutter von acht Kindern. „Warum seid ihr nicht am Flughafen geblieben und erst in der Früh gekommen, hat man uns gesagt“, erzählt sie. Daraufhin musste die Familie bei der momentanen Kälte in der Nacht auf der Bank des Erstaufnahmezentrums schlafen.
Abed Almoti (14), Tasneem (13), die Zwillinge Sama und Ameu (12), Abedalmalen (9), Malak (8), Ayat (7) und die einenhalbjährige Tabarak mussten die erste Nacht in Österreich auf einer Parkbank vor dem Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen verbringen.
Die gestrige Nacht auf Samstag durfte die Familie dann in einem Zelt am Gelände der Sicherheitsakademie verbringen. „Es war sehr kalt, die Kinder haben schon etwas gefroren aber wir waren froh, dass wir wenigstens in einem Zelt schlafen konnten“, erzählt uns die Mutter in Englisch. Sehr unangenehm sei es auch gewesen, dass immer wieder fremde Männer aus den umliegenden Zelten in das Zelt der Familie schauten. „Wir wollen nur zusammen sein, würden uns auch wenn es geht wo eine gemeinsame Wohnung mieten und selbst zahlen, aber mein Mann sucht schon länger für uns eine Bleibe, bisher ohne Erfolg“, so die achtfache Mutter.
Wie es weiter geht wissen sie nicht, vorerst können sie aber in den Zelten bleiben.“Wir sind den Österreichern und auch der österreichischen Regierung sehr dankbar, dass wir hier in Sicherheit sind. Wir wünschen uns aber, dass bald wieder Frieden in Syrien ist, damit wir zurückkehren können und unser schönes Haus wieder aufbauen können. Wir lieben unser Land, aber es war zu gefährlich für uns“, so die Frau. Vorerst wäre der Familie aber schon mit einer gemeinsamen Bleibe und einem festen Dach über dem Kopf geholfen.
Das Schicksal der Familie und der Umstand, dass man kleine Kinder aus dem Erstaufnahmezentrum vor die Türe schickt und im Freien schlafen lässt zeigt, in welchem Zustand das Asylwesen in Österreich ist!

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