Aktion 20.000 im Bezirk Baden

Aktion 20.000 im Bezirk Baden
Bezirk Baden

Im Bezirk Baden gibt es die meisten Langzeitarbeitslosen in Österreich. Um dem Trend der Langzeitarbeitslosigkeit entgegen zu wirken, präsentierte Sozialminister Alois Stöger am 11. Juli 2017 im Trumau die „Aktion 20.000“. Der Bezirk Baden ist bis Jahresende Modellregion für das Projekt. Gemeinden und Gemeinde-Nahe Betriebe können über 50-Jährige die länger als ein Jahr Arbeitslos sind für 2 Jahre beschäftigen, die Kosten dafür übernimmt der Bund.

„Die Aktion 20.000 wird in allen Modellregionen konsequent umgesetzt. Das zeigt auch der große Andrang in Niederösterreich“, betont Sozialminister Alois Stöger bei dem Treffen der SP-Bürgermeister der Modellregion. Gemeinsam mit SPNÖ-Vorsitzendem Franz Schnabl und dem Badener SPÖ-Bezirksvorsitzendem Andreas Kollross informierte sich der Sozialminister am Dienstag in Trumau über die ersten Umsetzungsbeispiele. „Die Gemeinden im Bezirk Baden haben unsere Initiative rasch aufgegriffen und geben der Generation 50+ eine neue Perspektive“, freut sich Stöger über die zügige Umsetzung der Arbeitsmarktinitiative.

„Ältere stehen am Arbeitsmarkt vor besonderen Herausforderungen. Mit der Aktion 20.000 setzen wir daher einen wichtigen Impuls, um die Langzeitarbeitslosigkeit in der Gruppe der über-50-jährigen langfristig zu halbieren“, so Stöger weiter. Durch die Arbeitsmarktinitiative des Sozialministeriums werden ausschließlich zusätzliche Jobs in Gemeinden, gemeindenahen Bereichen und gemeinnützigen Organisationen gefördert. Die TeilnehmerInnen der Aktion 20.000 werden dabei nach kollektivvertraglichen Regeln bezahlt. „Mit der Aktion 20.000 geben wir den Gemeinden die Chance, auch jene Aufgaben erfüllen zu können, für die bisher das Personal gefehlt hat. Damit schaffen wir sinnstiftende Jobs, die auch einen Mehrwert für die Gesellschaft haben“, erklärt Stöger die Zielsetzung der Aktion.

Österreichweit wird die Initiative des Sozialministeriums ab 1. Jänner 2018 umgesetzt. Zusätzlich wurden in allen Bundesländern sogenannte Modellregionen eingerichtet deren Erfahrungen bei der bundesweiten Umsetzung mit einfließen sollen. In Niederösterreich fiel die Wahl auf den Bezirk Baden, „weil hier der Anteil an Personen, die die Aktion 20.000 als Sprungbrett zurück ins Erwerbsleben nutzen sollen, besonders hoch ist“, erklärt Geschäftsführer des AMS-NÖ Karl Fakler die Hintergründe.

 

Schnabl: Wichtiges Signal für Generation 50+

Auch Franz Schnabl, der Vorsitzende der SPÖ-Niederösterreich begrüßt die neue Arbeitsmarktinitiative des Sozialministers: „Die Aktion 20.000 ist ein wichtiges Signal für die Generation 50+. Damit zeigen wir älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, dass ihre Arbeitskraft, ihre Kompetenzen und ihre Lebenserfahrung gebraucht werden und sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.“ Schnabl freut sich, dass die Aktion 20.000 nach den zähen Verhandlungen mit der ÖVP jetzt wie geplant umgesetzt werden kann: „Von der Aktion 20.000 profitieren nicht nur Personen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Die Gemeinden können dadurch ihr Serviceangebot weiter ausbauen. Davon profitieren alle Menschen in Niederösterreich.“ Schnabl fordert auch eine Beteiligung des Landes Niederösterreich an der Beschäftigungsinitiative – konkret wurde vorgeschlagen, 300 Stellen im Rahmen der Arbeitsmarktinitiative zu schaffen. Einen entsprechenden Antrag hat die SPÖ im Landtag bereits eingebracht. „Die ÖVP hat es seit April nicht der Mühe wert gefunden, diesen Antrag im zuständigen Ausschuss auf die Tagesordnung zu setzen. Die ÖVP NÖ propagiert zwar, „Alles für Arbeit“ zu machen, aber langzeitarbeitslosen Menschen und Menschen über 50 Jahren zu helfen und sie zu unterstützen hat offenbar keine sehr hohe Wertigkeit in der „neuen ÖVP“, so Schnabl abschließend.

 

Kollross: Unterstützung für zusätzliche Gemeindeaufgaben

Die Marktgemeinde Trumau hat im Rahmen der Aktion 20.000 bereits drei Stellen vergeben, berichtet Bürgermeister und SPÖ-Bezirksvorsitzender Andreas Kollross: „Alle Gemeinden stehen vor der Herausforderung, die Infrastruktur für ihre Bürgerinnen und Bürger aufrechtzuerhalten. Jene zwölf Gemeinden, denen ein SPÖ Bürgermeister vorsteht, haben bereits erste Schritte in die Wege geleitet. Nach nur 11 Tagen, seit dieses Projekt nun offiziell angelaufen ist, wurden knapp 30 MitarbeiterInnen aufgenommen, weitere werden in den nächsten Wochen folgen. Das ist mit Sicherheit noch nicht das Ende, sondern nur ein schöner Anfang“, ist Kollross zuversichtlich und signalisiert – stellvertretend für die sozialdemokratischen BürgermeisterInnen – Bereitschaft für weitere Einstellungen zur Verfügung zu stehen.“

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