Amnesty prüft Traiskirchen

Amnesty prüft Traiskirchen
Traiskirchen

Das heillos überfüllte Erstaufnahmezentrum Traiskirchen wird immer mehr zum Schandfleck von Österreich und gerät zunehmend in die internationale Aufmerksamkeit. Wie die Republik hier mit Asylwerbern umgeht, sorgt für internationale Kritik. Nach der UNO rufen die Zustände in Traiskirchen jetzt auch Amnesty International auf den Plan. Das Innenministerium sagt zu, dass Amnesty die Zustände im Erstaufnahmezentrum überprüfen darf.

Unerklärlich für viele, warum man so viele Asylwerber nach Traiskirchen steckt, obwohl hier die Kapazitäten längst nicht mehr ausreichen. Noch unverständlicher ist aber, wie es sein kann, dass Frauen und kleine Kinder im Freien schlafen müssen, während eine Vielzahl von alleinstehenden jungen erwachsenen Männer in den Gebäuden des Erstaufnahmezentrums schlafen dürfen. Gerüchteweise wurden Familien immer wieder von anderen ins Freie gedrängt. Die Betreibergesellschaft scheint die Lage längst nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Gestern musste neuerlich die Feuerwehr zu zwei Brandmeldeauslösungen ins Erstaufnahmezentrum ausrücken. Beide Male wurde der Alarm durch Druckknopfmelder ausgelöst. Bei einem Einsatz am Nachmittag wurden gleich zwei Melder im Zuge einer Raufhandlung ausgelöst.

In der kommenden Woche prüft Amnesty International das Lager Traiskirchen. Für Heinz Patzelt, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich, geht es um „ganz klare Minimalstandards, Soziales, Unterbringung, Essen, Dach über dem Kopf, einfach faktenorientiert zu analysieren“. Weiters werden derzeit Gesundheitsbehördliche Kontrollen durchgeführt. Diese wurden von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll angeordnet um eine mögliche Seuchengefahr im überfüllten Lager zu überprüfen.

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