Aufregung nach privater Schenkung

Aufregung nach privater Schenkung

Eine private Schenkung eines Einfamilienhauses einer 72-jährigen Frau an ihren Bekannten, Stadtrat Ing. Otto Strauss, sorgt derzeit für Wirbel. Nach zwei Berichten in der Kronenzeitung vom 18. April und von heute, soll eine Tochter um ihr Erbe gebracht worden sein. Im August 2017 wurde das Einfamilienhaus ihrer Mutter an den Stadtrat überschrieben.

„Es handelt sich hier um eine private Angelegenheit, die nichts mit meiner politischen Tätigkeit zu tun hat“, betont Strauss. „Es gibt auch keine Unrechtmäßigkeiten oder sonstige rechtliche Bedenken, es handelt sich um ein korrektes und notariell abgewickeltes Rechtsgeschäft“, so Strauss. Dass der Fall in die Öffentlichkeit gekommen ist, wundert Strauss nicht. „Mir wurde schon vor längerer Zeit angekündigt, sollte die Schenkung nicht rückgängig gemacht werde, werde der Fall in die Medien gebracht“, so der Stadtrat.

Hintergrund der Schenkung soll laut Strauss ein Familienstreit und die Sorge über ihren Lebensabend in gewohnter Umgebung sein. „Es handelt sich um eine sehr traurige Familiengeschichte, die eigentlich nichts in der Öffentlichkeit verloren hat. Leider wird jetzt versucht, daraus ein Politikum zu machen. Die Stadträte Gubik und Weiner fordern meinen Rücktritt, ohne sich jemals bei mir oder bei meiner Bekannten über den Fall erkundigt zu haben. Ich frage mich schon, ob ihnen jedes Mittel recht ist um politisches Kleingeld zu machen?“, zeigt sich Strauss von seinen Gemeinderatskollegen enttäuscht.

Die betroffene 72-jährige Frau bestätigt gegenüber der MONATSREVUE die Schenkung und deren Rechtmässigkeit. Die Frau, die einen sehr rüstigen und keinen verwirrten Eindruck macht, hat laut eigenen Angaben in den letzten Jahren kaum Kontakt mit ihrer Tochter und dem Schwiegersohn. Diese besuchten weder ihren 70. Geburtstag noch gab es sonst in den letzten Jahren Familientreffen oder Besuche. Da sich die 72-Jährige seit einiger Zeit jedoch bedrängt fühlte und Angst hatte, dass ihr das Haus weggenommen wird, überschrieb sie das Haus nach reiflicher Überlegung und Beratung bei einem Notar an Strauss, mit dem sie seit längerem befreundet ist. Laut ihr sei nicht Strauss an sie herangetreten, ihm das Haus zu überschreiben, sonder vielmehr bat die 72-jährige Frau Strauss in der Angelegenheit zuzustimmen. Es besteht ein lebenslanges Wohnrecht und ein Belastungs- und Veräusserungsverbot.

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