Bausperre einstimmig beschlossen

Bausperre einstimmig beschlossen
Ebreichsdorf

Mit einem einstimmigen Beschluss aller Fraktionen wurde in der Gemeinderatssitzung am 27. September 2018 eine Bausperre in Teilbereichen aller vier Ortsteile von Ebreichsdorf für die kommenden zwei Jahre beschlossen. Zuletzt hatte ja die Opposition aus FPÖ und Bürgerliste diese gefordert. Laut Regierungsparteien SPÖ und ÖVP habe man an einer solchen vorübergehenden Lösung ja schon einige Zeit gearbeitet, was für Kritik an dem Vorgehen der Opposition gesorgt hat. Jetzt konnte aber in der Sache Einigkeit erreicht und der Beschluss gefasst werden. „Städte wie Ebreichsdorf rund um Wien erleben derzeit einen intensiven Baudruck“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Kocevar. „Ich bin daher sehr froh, dass wir bei der Bausperre Einstimmigkeit gefunden haben.“ Bereits seit Wochen wurden in gemeinsamen Ausschusssitzungen der Ausschüsse Raumordnung und Bauwesen intensive Gespräche mit allen Fraktionen geführt, um eine gemeinsame Linie für die Eindämmung der Verbauung auszuarbeiten, betont der Bürgermeister. „Mit der beschlossenen Bausperre wollen wir vor allem großvolumige Bauprojekte und Großbauten auf einzelnen Parzellen verhindern und so Siedlungsgebiete schützen“, so Ausschussvorsitzender Stadtrat Engelbert Hörhan (ÖVP).  Einfamilien- und Doppelhäuser dürfen weiterhin unter den bestehenden Vorgaben errichtet werden. Nicht betroffen von der Bausperre ist die sogenannte Zentrumszone. „Der Beschluss ist ein wichtiges Signal für die Lebensqualität in unserer Gemeinde. Wir können damit die weitere Entwicklung bei der Bebauung in eine geordnete Bahn lenken“, so Vorsitzender des Ausschusses Bauwesen, Stadtrat Otto Strauss. Die nächsten zwei Jahre der Bausperre sollen intensiv genützt werden: „Die beiden zuständigen Ausschüsse wollen in dieser Zeit neue gemeinsame Entwicklungskonzepte und Bebauungspläne für die Zukunft erarbeiten.“ Dies sei ein wesentlicher Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, um den ortsüblichen Charakter von Ebreichsdorf langfristig zu erhalten. Auch die Opposition sieht den Beschluss positiv und damit auch ihre Forderungen umgesetzt.

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