Bluttat in Ebergassing

Bluttat in Ebergassing
Bezirk Bruck/Leitha

Ein 59-jähriger Landwirt ist am Freitag in Ebergassing durch einen Messerstich tödlich verletzt worden. Der Bluttat ging ein Streit mit seinem Sohn voraus. „Es war Notwehr“, sagt der Anwalt des 18-Jährigen. Gegen 15.30 Uhr kam es im Innenhof des Bauernhofes zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen dem 59-Jährigen und einem seiner drei Söhne. Medienberichten zufolge soll der 18-Jährige Rettungskräften gegenüber gesagt haben, der Vater sei ihm ins Messer gelaufen. Rechtsanwalt Martin Preslmayr, der den beschuldigten Sohn vertritt, stellte in einer Aussendung zum Tathergang fest, dass der tödlichen Verletzung „ein massiver körperlicher gewalttätiger Angriff des Landwirtes gegen seinen Sohn“ vorausgegangen sei.

Sein Mandant habe „klar in Notwehr“ gehandelt: „Er wollte mit einem Messer in der Hand den Vater davon abhalten, weiter auf ihn einzuschlagen. Der völlig ausgerastete Vater ließ in dessen Prügelwahn aber nicht von meinem Mandanten ab, stürzte auf meinen Mandanten und verletzte sich dabei selbst tödlich.“

Die Sanitäter der alarmierten Rettungswägen aus Götzendorf und Ebreichsdorf sowie der Notarzt des Rettungshubschraubers Christophorus 9 versuchten noch den 59-Jährigen zu reanimieren, jedoch ohne Erfolg.

Der 18-Jährige Sohn wurde festgenommen und über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Er bestreite eine Tötungsabsicht, hieß es am Samstag. Über den Grund des Streits wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Erhebungen der Polizei laufen derzeit noch. Der 59-Jährige soll einen Bruststich erlitten haben. Eine Obduktion wurde angeordnet, deren Ergebnis am Samstag noch ausstand.

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