Demo in Traiskirchen relativ friedlich verlaufen

Demo in Traiskirchen relativ friedlich verlaufen
Traiskirchen

Zwischen 500 und 600 Demonstranten nahmen am Sonntag ab 13 Uhr bei einer Demo der ÖH gegen das Verbot einer zuvor beantragten Demo und für die Rechte der Flüchtlinge  teil. Begleitet wurden diese von rund 150 „Beobachtern“ und Bürgern, die großteils via Facbook-Aufruf mobilisiert wurden.

Unter den Demonstranten waren neben Vertretern der Hochschülerschaft auch zahlreiche Aktivisten der Initiative „Freedom not Frontex Vienna“, welche zuvor eine Demo angemeldet hatten, diese wurde jedoch von der BH Baden nicht genehmigt. Weiters nahmen daran auch andere Gruppierungen wie die Sozialistische Linkspartei sowie zahlreiche Asylwerber teil.

Bei den „Beobachtern“ mischten sich viele Traiskirchner dazu, aber auch zahlreiche andere Personen, die nach Traiskirchen angereist waren. Bereits am Vorplatz des Bahnhofs kam es immer wieder zu verbalen Auseinandersetzungen der beiden Gruppen. Sowohl unter den Demonstranten, als auch unter den „Beobachtern“ gab es vereinzelt immer wieder Personen, welche die Gegenseite provozierten. Der Polizei gelang es mit einem Großaufgebot die beiden Gruppen zu trennen. Dabei kamen auch mehrere Diensthunde zum Einsatz.

Anschließend zog die Demonstration zum Erstaufnahmezentrum. Dort gab es eine Kundgebung, dann führte die Demo über Siedlungsgebiet und die Pfaffstättnerstraße, weiter über die B17 zum Hauptplatz, wo es neuerlich eine Kundgebung gab. Dort kam es neuerlich zu verbalen Auseinandersetzungen, die Stimmung war sehr aufgeheizt. Die Polizei schaffte es aber immer wieder die richtige Dosis von deeskalierenden Maßnahmen zu finden um für Ruhe zu sorgen. Am Hauptplatz gab es lautstarke Sprechchöre beider Seiten, auch die Österreicher-Fahne wurde von den „Beobachtern“ geschwungen.

Dann führte die Demo über die B17 wieder zurück zum Erstaufnahmezentrum, wo sich die Demo gegen 16.30 Uhr ohne größere Zwischenfälle auflöste. Während der gesamten Demonstration waren es immer wieder Einzelpersonen die versuchten die jeweils andere Gruppe zu provozieren. Der Zorn der „Beobachter“ richtete sich aber im wesentlichen nicht gegen die Flüchtlinge, sondern gegen die Demonstranten, die teilweise von weither angereist waren.

Bezirkshauptmann Dr. Heinz Zimper begleitete die Demo. „Ich muss den Traiskirchnerinnen und Traiskirchnern ein großes Lob aussprechen, sie haben sich den Demonstranten gegenüber sehr fair verhalten!“,  so der Bezirkshauptmann. Obwohl die Demonstration relativ friedlich verlaufen war, gab es mehrmals sehr heikle Situationen die nur durch das intensive und sehr gezielte auftreten der Polizeikräfte beruhigt werden konnten.

Am Rande wurde die Demo auch von Bürgermeister Andreas Babler beobachtet. „Ich habe keine Freude mit Demonstrationen hier in Traiskirchen“, so der Ortschef. „Das einzige was Traiskirchen entlasten und die Situation entspannen könnte wäre, wenn die Innenministerin endlich 3.500 Flüchtlinge von Traiskirchen in die Bundesländer bringt“, so Babler.

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