Dicke Luft im EHZ

Dicke Luft im EHZ

Im beschaulichen Erholungszentrum Weigelsdorf gibt es etwas mehr als 300 Hausbesitzer, die dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben. Die meisten der Häuser sind rund um mehrere kleine Teiche angesiedelt, durch die Siedlung führen mehrere öffentliche und private Straßen. 

Rund um eine dieser privaten Straßen,  der Sackgasse mit 13 Anrainern, gab es in den letzten Jahren Probleme zwischen den Anrainern und dem Besitzer der Straße. Das führte sogar so weit, dass der Straßenbesitzer der Post und der Müllabfuhr die Benützung der Straße verboten hatte, was bei den Anrainern für Aufregung sorgte.

Daher waren die 13 Anrainer bemüht eine Lösung zu finden. Zwei von ihnen, Waltraud Mihalik und Helga Bitidorfer, suchten bei Bürgermeister Wolfgang Kocevar Hilfe, wo sie auf offene Ohren stießen. Da bis zu diesem Zeitpunkt, auf Grunde der Situation, dass es sich im EHZ um Gemeindestraßen und private Straßen handelt , für die Schneeräumung keine wirkliche Lösung bestand, einigte man sich in Gesprächen mit den Anrainern und der Interessensgemeinschaft EHZ auf eine Lösung für alle Straßen. Die Gemeinde übernahm die Schneeräumung und die Anrainer leisteten einen Beitrag von 15 Euro pro Jahr dafür. Weiters gelang es den Anrainern der Sackgasse die Privatstraße zu kaufen und eine Wegegemeinschaft zu gründen.

Eigentlich eine sehr positive Lösung für alle Beteiligten. Nicht begeistert von der Initiative von Frau Mihalik, sie ist auch Kassierin bei der Interessensgemeinschaft EHZ, zeigte sich der Obmann des Vereins, SPÖ-Stadtrat Ernst Smetana. Er sah in dem Verhalten von Waltraud Mihalik einen „Alleingang“ und ein vereinsschädigendes Verhalten (das jetzt alle Mitglieder 15 Euro zahlen müssen – Annahme der Redaktion). Zum Eklat kam es, als im Jänner dieses Jahres die Kassierin die Buchhaltungsunterlagen, die laut Mihalik nicht vollständig gewesen sein sollen, an den Obmann zurück gab und vorschlug, einen externen Buchhalter zu beauftragen. Daraufhin setzte Smetana seine bisherige Kassierin von ihrer Funktion ab. „Sie ist ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen“, so Smetana, aus dessen Sicht alle Unterlagen stets vorhanden waren.

Waltraud Mihalik sieht das anders und spricht von einer nicht gerechtfertigten Vorgangsweise von Smetana. Auch der von Smetana angestrebte Ausschluss von Mihalik aus dem Vorstand scheiterte in der Vorstandsitzung am 11. Mai 2017, da wegen „emotionaler Stimmung “ keine Abstimmung möglich war. Im Vereinsregister wurde bereits im Frühjahr Mihalik durch die Tochter von Obmann Smetana – ohne Vorstandsbeschluss – ersetzt. Jetzt wird unter den Streitparteien nur noch über Rechtsanwälte verkehrt. Ob sich bis zur Neuwahl des Vorstandes der Interessensgemeinschaft Anfang 2018 alles beruhigt, wird sich zeigen.

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