Feuerwehr am Heiligen Abend im Hochwassereinsatz

Feuerwehr am Heiligen Abend im Hochwassereinsatz
Ebreichsdorf

Nur wenig Zeit zum Feiern hatten die Florians der Feuerwehr Ebreichsdorf am Heiligen Abend. Bereits den ganzen Tag über mussten die Feuerwehrmänner beim Grobrechen am Badener Damm Treibgut auf Grund des Hochwassers bergen, um Verklausungen zu lösen. Auch ein Teil des Dammes musste von der Feuerwehr am Nachmittag gesichert werden, da dieser unterspült wurde. Stündlich wurden Kontrollen durchgeführt.

Gegen 20 Uhr spitzte sich die Lage dann dramatisch zu. Der erst vor einem Jahr errichtete Grobrechen brach plötzlich. „Es bestand Gefahr im Verzug“, so der Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Ebreichsdorf, Michael Ditzer. „Wir mussten sofort reagieren und den gebrochenen Grobrechen aus der Piesting bergen, sonst hätte es zu weiteren unkontrollierten Verklausungen geführt und es hätte akute Hochwassergefahr bestanden“, so der Einsatzleiter. 

Mittels Sirene wurden dann 25 Mann der Feuerwehr von den Familienfeiern weg alarmiert und standen knapp drei Stunden im Einsatz. Der Feuerwehr gelang es, den mehrere Tonnen wiegenden Grobrechen mittels Seilwinde von zwei Fahrzeugen und viel Geschick aus der Piesting zu bringen. Dabei mussten Feuerwehrmänner gesichert die Hydraulik des Grobrechens lösen. Schließlich konnte die Aufgabe erfolgreich abgeschlossen werden. 

Vor Ort waren auch Bürgermeister Wolfgang Kocevar, Vizebürgermeister Johann Zeilinger und der zuständige Stadtrat Markus Gubik. „Ich danke allen Feuermännern, die trotz Heilig Abend zum Einsatz gekommen sind, um die Bevölkerung vor Schlimmerem zu bewahren“, dankte der Bürgermeister den Einsatzkräften. Ein großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte, die auch am 24. Dezember, freiwillig und extrem professionell gearbeitet haben.“

„Meine Aufgabe ist es nun zu klären, wer für den Schaden haftet“, so Stadtrat Markus Gubik und weiter: „Die Stadtgemeinde darf hier nicht zur Kasse gebeten werden.  Immerhin haben die Planungsarbeiten und die Behördenwege mehr als 2 Jahre gedauert. War es ein Planungsfehler? War es ein Materialfehler? Waren es Fehler bei der Montage?“

Im Anschluss mussten die Florians bei der Wehr beim Rathaus eine Verklausung lösen, ehe die Feuerwehrmänner wieder nach Hause zu ihren Familien konnten. 

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