Geiselnahme bei Raubüberfall

Geiselnahme bei Raubüberfall
Bezirk Baden

Dramatische Szenen wie in einem Hollywoodstreifen spielten sich am 16. Februar 2019 in einem Lebensmittelmarkt in Günselsdorf ab. Gegen 17.30 Uhr dürften zwei Männer die Billa-Filiale betreten haben und sich anfangs wie Kunden verhalten haben. Kurz vor 18 Uhr ging dann einer der beiden zielstrebig in Richtung einer Angestellten und bedrohte diese mit einer Faustfeuerwaffe. 

„Alle fünf Angestellte wurden daraufhin von den Tätern gefesselt“, so Raimund Schweigerlehner von der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Dann sollen die Täter eine Angestellte zum Öffnen des Tresor gezwungen haben. Aus diesem entnahmen die Räuber einen fünfstelligen Eurobetrag. Einer Angestellten dürfte es gelungen sein, den Alarmknopf zu drücken, woraufhin die Polizei wenig später am Tatort eintraf. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Täter noch im Objekt. 

Die Täter nahmen eine Geisel, bedrohten sie und wollten sich mit ihr gemeinsam den Weg frei machen. Dabei bedrohten sie nicht nur die Geisel sondern sollen auch auf einen Beamten gezielt haben. Ein Polizist gab einen Schuss ab, bei dem jedoch niemand verletzt wurde. Währenddessen gelang es einigen Geiseln sich zu befreien, sie wurden von der Polizei in Sicherheit gebracht. Diese umstellte das Gebäude mit einem Großaufgebot an schwer bewaffneten Beamten. Sämtliche Kräfte aus den Bezirken Baden, Mödling und Wr. Neustadt sowie Beamte der Cobra, der EGS (Einstazgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität) und der Landesverkehrsabteilung waren im Einsatz. Die B17 wurde für mehrere Stunden gesperrt. 

Zwei Stunden lang wurde das Objekt gesichert und von der Cobra und Diensthunden durchsucht. Auch das Gelände eines angrenzenden Autohändlers sowie die Umgebung wurden durchsucht, ohne Erfolg. Den Tätern gelang die Flucht. Die fünf Angestellten konnten in Sicherheit gebracht werden und wurden auf der Polizeiinspektion Günselsdorf vom Roten Kreuz versorgt und betreut. Nach ersten Informationen gab es nur „leicht Verletzte“ und „schockierte“ Personen zu betreuen. 

Im Zuge der Alarmfahndung wurde auch ein Hotel in der Nähe von der Polizei durchsucht. Weiters wurde eine Großfahndung eingeleitet. Über 100 Beamte, ein Hubschrauber sowie mehrere Diensthunde standen im Einsatz. Beamte der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes waren mit der Sicherung von Spuren beim Supermarkt und an der B17 beschäftigt. 

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