Innenministerium schuldet FF Traiskirchen 54.760 Euro!

Innenministerium schuldet FF Traiskirchen 54.760 Euro!
Traiskirchen

Traiskirchen am Mittwochnachmittag, 14.02 Uhr wieder läuteten die Pager der Traiskirchner Florianis. „TUS- od. Infranet-Alarm Bundesbetreuungsstelle Ost“ so die Alarmmeldung. Nicht einmal fünf Minuten nach dem Alarm rollte der Tankwagen der Feuerwehr in der Otto Glöckl-Strasse bereits an uns vorbei und bog auf das Gelände des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen. Das, obwohl mit diesem Einsatz weitere 370 Euro auf die lange Rechnung der Feuerwehr Traiskirchen an das Innenministerium dazukommen und mit heute 54.760 Euro offen sind.

Die Traiskirchner Florianis zögerten trotz der hohen offenen Forderung keine Sekunde, als der Alarm losging. Für die Frauen und Männer, die tagtäglich in ihrer Freizeit unentgeltlich bereit sind, anderen in Notsituationen zu helfen, steht es ausser Frage, dass man sich wie bei jedem Einsatz so schnell wie möglich auf den Weg macht um zu helfen. Auch wenn es diesmal wieder, wie schon so oft in der Vergangenheit ein mutwillig ausgelöster Druckknopfmelder war, müssen die Feuerwehrleute jederzeit damit rechnen, dass es sich um einen Brand im völlig überfüllten Erstaufnahmezentrum handeln könnte. Ein Szenario, dass sich hier niemand wirklich vorstellen möchte.

Kommandant Oliver Stocker ist heute aber dennoch sauer. Nicht weil er mit seinen Kameraden schon wieder zu einem Fehlalarm ausrücken musste. Auch nicht weil das Innenministerium offene Rechnungen weit über 50.000 Euro seit Monaten nicht bezahlt hat. Stocker ist sauer, weil es heute seitens des Innenministeriums geheißen hat, die Rechnung sei erst vergangene Woche gelegt worden. „Wir verrechnen jeden Einsatz sofort und schicken die Rechnung mit der Post ins Innenministerium. Was wir letzte Woche geschickt haben, war eine Zahlungserinnerung über die derzeit offenen Beträge“, so der Kommandant.

Die offenen Forderungen reichen bereits bis Oktober 2014 zurück. „Bis dahin hat es eigentlich immer recht gut funktioniert“, so Stocker. „Doch seither wird nur sehr selten bezahlt“, stellt er fest. Es waren einmal etwas über 7.000 Euro und einmal etwas über 5.000 Euro, die heuer schon bezahlt wurden. Zuletzt langte Anfang Juli ein Betrag in der Höhe von 370 Euro – dem Betrag eines einzelnen Einsatzes – auf dem Konto der Feuerwehr ein.

Das Medieninteresse dieser Tage ist sehr groß. Auch bei unserem Lokalaugenschein war gerade ein TV-Team von „Servus TV“ vor Ort. Für die Florianis aus Traiskirchen heißt es aber weiter, stets bereit zu sein, egal ob bezahlt wird oder nicht. Für die Frauen und Männer der Traiskirchner Feuerwehr, eine Ehrensache!

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