Opposition fordert Bausperre

Opposition fordert Bausperre
Ebreichsdorf
„Spekulanten sollen in Zukunft in Siedlungsgebieten keine Mehrfamilienhäuser mehr bauen können“, ist sich die Ebreichsdorfer Opposition aus FPÖ und Bürgerliste (BL) einig. Daher fordern die beiden Fraktionen Bürgermeister Wolfgang Kocevar dazu auf, eine sofortige Bausperre zu verhängen und den Bebauungsplan zu überarbeiten. „Es passt einfach nicht ins Ortsbild. Ein par Spekulanten verdienen sich eine goldene Nase und alle anderen sind Verlierer“, so FP-Stadtrat Markus Gubik. „Der zuständige Ausschuss muss sich so schnell wie möglich mit einem neuen Bebauungsplan für die ganze Gemeinde beschäftigen. Bis es neue Richtlinien gibt, plädiere ich für eine Bausperre in der Stadtgemeinde“, so BL-Stadtrat René Weiner.
Der zuständige Baustadtrat Ing. Otto Strauss (parteiunabhängiger Stadtrat auf einem Mandat der SPÖ) ortet eine „populistische Forderung“, die sogar für die Sache selbst „kontraproduktiv“ sei. „Nachdem den beiden Oppositions-Stadträten Untätigkeit vorgeworfen wurde haben sich die beiden aus der Hängematte erhoben und fordern populistisch den Bürgermeister auf, eine Bausperre zu verhängen. Die dazu nötigen Grundlagen werden aber bereits seit Monaten im zuständigen Ausschuss bzw. in Gesprächen mit Fachleuten erörtert, was Gubik und Weiner entgangen sein dürfte“, so Strauss. „ Es muss nämlich genau definiert werden, was in der Zeit der Bausperre gebaut werden darf. Dazu gibt es eine seit langem geplante Sitzung Ende August, wo alle Fraktionen vertreten sind und dabei ihre Meinung darlegen können. Eine diesbezügliche Beschlussfassung könnte dann in der nächsten GR-Sitzung im September erfolgen“, so Strauss weiter. Der zuständige Stadtrat sieht in der Forderung sogar einen kontraproduktiven Beitrag in der Sache selbst: „ „Mit ihrer unüberlegten Selbstdarstellung haben Gubik und Weiner nur eines erreicht: größere Projekte werden aufgrund der „Vorankündigung“ vermutlich schnell noch eingereicht, bevor eine mögliche Bausperre Rechtsgültigkeit erlangt. Aber das scheint den beiden egal zu sein. So ist die Aktion von Gubik und Weiner bestenfalls kontraproduktiv.“
Fotos: MONATSREVUE/z.V.g.

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