Postpartner wechselt in Pottendorf

Postpartner wechselt in Pottendorf
Pottendorf

Nachdem im Dezember 2010 in Pottendorf die Post geschlossen wurde, übernahm der EDV und Elektrohändler Thomas Hrusovar die „Postgeschäfte“ als Post-Partner. Anfangs nur für den Bereich Pottendorf, als 2013 der Post Partner in Wampersdorf geschlossen wurde (die Post kündigte den Vertrag), kam auch das Gebiet Wampersdorf und Wimpassing dazu. „Wir hatten mit der Poststelle so viel zu tun, dass uns Elektrohandel großteils auf der Strecke blieb“, erzählt uns Hrusovar bei einem Lokalaugenschein. „Daher haben wir versucht einzusparen und sind in ein kleineres Geschäftslokal im Ort übersiedelt“, so der „Noch-Post-Partner“. Doch laut Hrusovar ging die Rechnung nicht wirklich auf, was er auch mehrfach der Post in Briefen mitteilte. Er beschwerte sich über verschieden Abläufe die nicht funktionierten, Kundenunzufriedenheiten die an ihn herangetragenen wurden und auch über die aus seiner Sicht mangelnde Abgeltung  der Leistungen, die er mit seiner Familie erbrachte. Auch wenn keine Antwort kam, blieb Thomas Hrusovar hartnäckig und schickte immer wieder Beschwerde-Briefe an die Post.

Schließlich versprach man ihm jemanden zu schicken, der mit ihm die verschiedenen Problem besprechen sollte „Als die Herren von der Post kamen, erklärten sie mir bereits im zweiten Satz, dass die Post den Vertrag mit uns kündigt“, so Hrusovar. Mit 31. Juli 2015 schließt also die Post-Partner Stelle in der Esterhazystraße 10.

„Wir sind überrascht von der unvorhergesehenen und harten Entscheidung der Post“, sagt NEOS Gemeinderat Alexander Gutmann in einer Aussendung. Weiters ist dieser  zu entnehmen, dass Gerüchteweiße die „Frau des Bürgermeisters“ die Postpartnerschaft in ihrem Geschäft übernehmen soll und der NEOS Gemeinderat kritisieren: „Es gab weder seitens der Post noch seitens der Gemeinde eine transparente Ausschreibung“. Gutmann fordert eine klare Stellungnahme, wie die Vergabe erfolgte und ob anderen Betrieben eine Chance für die Bewerbung eingeräumt wurde und spricht von einer „intransparenten Handlungsweise der Gemeindeführung“.

Bürgermeister Sabbata-Valteiner zeigt sich von den Angriffen der Neos überrascht. „Die Marktgemeinde Pottendorf ist in keiner Weise in die Vorgänge involviert gewesen und hat auch keinerlei Mitspracherecht bei der Vergabe des Post-Partners“, so der Bürgermeister. „Meine Frau wurde vor einigen Wochen, wie auch andere Unternehmer in Pottendorf, von der Post angesprochen und gefragt ob sie Interesse habe, da die Post einen neuen Post-Partner sucht. Daraufhin hat sie sich das überlegt und genau angeschaut und ihr Interesse bekundet“, so Sabatta.

Nach mehreren Gesprächen sei man sich nun einig, bestätigt er, betont aber, dass dies eine Entscheidung seiner Gattin, die sie als Unternehmerin getroffen hat, sei. „Seitens der Gemeinde ist für uns nur wichtig, dass die Post-Versorgung auch weiterhin aufrecht ist“, so der Bürgermeister. Die Kritik der NEOS sei daher für ihn nicht nachvollziehbar.

Mit 4. August 2015 wird in Pottendorf „Judith´s Blütenpracht“ die neue Postpartner Stelle sein. Dafür wird eigens dazu gebaut und es wird einen eigenen Eingang geben. Auch personell wird mit einem eigenen Mitarbeiter aufgerüstet, um so die best möglichen Bedingungen für die Postkunden zu schaffen.

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23 comments

  1. Fragender says:

    Komisch! Der Bürgermeister gibt überall seinen Senf dazu, nur hier nicht! Entweder hat Herr Eder einen wunden Punkt getroffen oder der Bürgermeister kann hier nicht mitreden, da er in wirtschaftlichen Fragen überfordert ist! Ist das das Los eines Bürgermeisters, der im Monat rund 5.000 Euro bekommt, ohne dafür richtig arbeiten zu müssen, so wie andere die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten müssen und nicht ein Günstling der Politik sind?

  2. Markus says:

    Ich möchte hier meine Gedanken bezüglich Betriebsansiedlung los werden, weil darüber ebenfalls hier diskutiert wurde.
    Seit mehr als 10 Jahren verbringe ich mehr Zeit in Ebreichsdorf. Davor verbrachte ich über 15 Jahre in Pottendorf, und habe auch mein leeres Grundstück weiterhin in Pottendorf.
    Aufgrund dieser Jahre kann ich sehr gut vergleichen, und muss dem Bürgermeister von Pottendorf in einem Fall zu 100% Recht geben:
    Auf der einen Seite will man mehr Arbeitsplätze und Betriebe in Pottendorf, auf der anderen Seite soll die Ortschaft nicht vom Verkehr und Lärm überflutet werden.
    Das passt aber eben nicht so wirklich zusammen.
    Ich persönlich bin froh, dass mein Grundstück in Pottendorf liegt, und man nicht so arbeitet wie es in Ebreichsdorf geschieht. Der Verkehr dort ist ein absoluter Horror, und wird nicht besser. Bevor man in richtige Umfahrungen investiert, gibt man Geld für den Hauptplatz aus. Ich brauche oft mit dem Auto von einem Ende zum anderen von Ebreichsdorf länger als die restliche Zeit bis zur Grenze Wien.
    Bezüglich Märkte wie Diskonter etc. wurde dies in Pottendorf schon von der ÖVP verschlafen. Und wenn diverse Märkte nun in Ebreichsdorf und Ebreichsdorf angesiedelt sind, ist es logisch, dass diese Firmen nicht weitere Filialen in Pottendorf errichten werden. Einziger Punkt wäre eigentlich nur ein Merkur. Den gibt es nämlich nicht in unserer Umgebung.
    Der Punkt Post ist wieder ein anderes Kapitel. Mir ging es nur darum, hier aufzuzeigen, dass nicht aufhörende Betriebsansiedlung nicht unbedingt immer der richtige Weg ist.

    1. bürger ohne ak.titel says:

      Lärm haben wir in pottendorf schon genug, es kommt immer darauf an wo man wohnt. In Ebreichsdorf gibt es auch Gegenden wo es sehr ruhig ist (z.B. Gartenstrasse)Wir haben den Lärm von der ÖBB,der Autobahn, vom Turm und jetzt neu von den vielen Hunden. Warum sind Sie eigentlich nach Ebreichdorf wenn Sie hier ein Grundstück besitzen?

      1. AntiGünther says:

        Neu von den vielen Hunden? Der Hundeabrichteplatz ist in Pottendorf seit dem Jahr 1999 neben dem Kochmalzturm. Also wo sind denn da die Hunde neu??? ÖBB seit 1871, Autobahn seit 1986 was ist da neu? Da fragt man sich schon was manche Leute hören 🙂

        1. bürger ohne ak.titel says:

          Sie sollten einmal zum neuroth gehen. Was alles schon war und ist interessiert mich nicht, lärm bleibt lärm und ich habe nicht vom hundeabrichteplatz gesprochen sondern von hundebesitzer welche immer mehr werden. Anscheinend wohnen sie in einer ruhigen zone in pottendorf sonst würden sie anders schreiben oder ein geborener pottendorfer der ja nichts über sein goldstück kommen lässt.

          1. bürger ohne ak.titel says:

            Das ist genau die art wie die hiesigen ureinwohner von pottendorf mit kritik umgehen, es darf sich nichts verändern und die fremden sollen nicht aufmucken sonst zurück wo sie her gekommen sind, das ist demokratie in diesem land. Das ist der grund warum in diesem ort nichts weiter geht. Schlosspark und spinnerei sind prestige projekte des bürgermeisters und wird als erholungs gebiet der bevölkerung verkauft damit sie nicht nachdenkt wieviele schulden nun da sind.
            Anscheinend kommen sie nie nach wien sonst wüssten sie dass es auc.h in wien ruhige gebiete, wie in pottendorf auch, gibt. Meine mutter hatte eine wohnung in döbling und dort war es um einiges ruhiger als hier,aber eben bei ihnen zählt anscheinend das ST.FLORIN PRINZIP

          2. AntiGünther says:

            Das können Sie doch nicht ernst meinen, dass die Gemeinde oder irgendjemand verbieten soll, dass es mehr Hunde gibt??? Das kann gar niemand verbieten, dafür oder dagegen gibt es kein Gesetz. Gott-sei-Dank gibt es das nicht. Auf der einen Seite sollen Betriebe und Einkaufsmärkte angesiedelt werden und auf der anderen Seite muss es Mucks-Mäuschen-still sein? Wsl. sind Sie aus Wien hergezogen, wo die Straßenbahn und andere Verkehrsmittel täglich nur Lärm erzeugen und haben geglaubt in Pottendorf gibt es keine Geräusche? Dann sollten Sie wieder nach Wien ziehen!

      2. Markus says:

        Gartengasse in Ebreichsdorf ist alles andere als ruhig….für das, dass diese eigentlich in einer Einfamilienhaus-Siedlung liegt. Sie ist die Verbindung vom Bahnhof zur 16er, genau wo der Lidl liegt. Ich fahre dort öfter mit dem Rad. Genug Verkehr.
        Ebreichsdorf allgemein ist einfach um ein Vielfaches lauter. Der Verkehr ist Wahnsinn….nicht umsonst wollen so viele schon eine Umfahrung – dies betrifft den vor allem den Verkehr der aus der Richtung Unterwaltersdorf kommt. Da ist der Verkehr der durch die Hauptstraße in Pottendorf führt, eine Kleinigkeit.
        Und Hunde gibt es überall. Und so laut sind diese auch nicht.
        Ich bin in Ebreichsdorf, weil meine Lebensgefährtin eine Wohnung hier hat.

    2. Karl Eder says:

      …und Kraftwerke brauchen wir auch nicht, weil der Strom eh aus der Steckdose kommt… Es gibt auch Klein- und Mittelbetriebe die Arbeitsplätze ohne großes zusätzliches Verkehrsaufkommen schaffen, im Gegenteil wenn hier ein gutes Angebot vorhanden ist, sollte es nicht notwendig sein für Dienstleistungen lange Wege in Kauf zu nehmen. Dazu braucht man unter Umständen auch keine großartigen Flächen, sondern nur Initiativen um leerstehende Betriebe „wiederzubeleben“ – und hier wäre es Aufgabe der Gemeinde als Vermittler (für Grundstücksbesitzer) und Werber (z.B. bei jungen Betriebsgründern) AKTIV aufzutreten. Bzw. auch mit den Eigentümern brach liegender Betriebsbaugründe entsprechende Gespräche zu führen, damit etwas geschieht. Oder verwertbare Baugründe zu kaufen und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen – womit sich die Sache ja wieder finanziert – im Gegenteil zu gewissen Prestigevorhaben. 3 Zeilen in einem Wahlprogramm oder falsch verstandene Rücksichtnahme auf eigene Klientel (Angst vor Konkurrenz) sind da unbrauchbar.

  3. Bürgerin says:

    Und wieder ein Unternehmen weniger!

    Es ist schon interessant, wenn es darum geht für Veranstaltungen (egal ob Partei oder Vereine) Spenden zu sammeln, da wissen alle wo die Unternehmen sind (auch die Gemeinde und unserer lieben Volksvertreter – die Parteien), nur beim Einkaufen nicht, oder?

    Doch bei der Vergabe von Aufträgen oder neuen Verträgen, da hat ein heimisches Unternehmen fast keine Chance, es sei denn, es geht darum, dass rasch etwas gemacht werden muss und die großen Unternehmen (von Auswärts) haben keine Zeit! Hier dürfen die lokalen Unternehmer dann ran!

    Ähnlich auch bei der Vergabe des neuen Post-Partners – in der letzten Gemeindezeitung ist zu lesen, dass noch nichts fix ist und weiter Informationen folgen! Frechheit, wenn man sich erkundigt und lesen kann – denn die Post hat den Vertrag bereits gekündigt, als es eine (zumindest mündliche) Übereinkunft mit der neuen Post-Partnerin (Judith´s Blütenbracht – die Partnerin des Bürgermeisters) gegeben haben soll. Auch der neue Mitarbeiter GK ist schon aktiv und der Bürgermeister soll auch schon ein „eingeschult“ worden sein.

    Nun kann Ihnen der Bürgermeister einen Brief als Bürgermeister senden und wird Ihnen diesen als Post-Parnter mit einem Lächeln aushändigen oder noch besser, Sie werden bei der Abholung informiert über das was darin steht, obwohl sie diesen noch nicht geöffnet haben!

    Ähnlich auch bei den Konten und Sparbüchern – nun dürfte auch die letzte Bastion gefallen sein und der gläserne Bürger ist in Pottendorf wahr geworden! Bleibt zu hoffen, dass das Bankgeheimnis gewahrt bleibt und nicht jeder weiß, welche Sparguthaben jeder hat!

    Die rote Nelke lässt grüßen!

    PS: In unserer Gemeinde gibt es so viele, die alles besser können als andere (glauben diese zumindest) – doch den Wahrheitsbeweis trauen sich diese nicht anzutreten (selbst aktiv zu werden).

    Es geht hier wieder in die alte Richtung, wer hat wann was gemacht (Rot: die Schwarzen waren es; Schwarz; dir Roten waren es; usw.) – dies kotzt die Leute an und dient zur Belustigung der eigenen Wähler!

  4. Bürgerin says:

    Traurig aber wahr – „Freunderl(Familien)wirtschaft“!

    Anstatt (gemeinsam) in die Zukunft zu blicken beschäftigen sich unsere vermeintlichen lokalen „Politgrößen“ (dies hat nichts mit der körperlichen Größe oder eine etwaigen Größenwahn dieser zu tun) mit der Vergangenheit anstatt miteinander eine Gemeinde für die Zukunft und damit auch einer gesicherten Zukunft für unsere Nachkommen und den damit verbundenen Zukunftsperspektiven zu schaffen.

    Der aktuelle Bürgermeister agiert etwas unbeholfen bei wirtschaftlichen Entscheidungen, ist aber beim politischen „Grabenkampf“ unschlagbar!

    Frage an die Runde: „Wollen wir einen Politrambo mit dem Hang zu Selbstdarstellung oder eine Person die mit einer politischen und wirtschaftlichen Sozialkompetenz ausgestattet ist?“

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ Abraham Lincoln

    1. Hans Mayr says:

      Traurig liebe Bürgerin ist das der aktuelle Postpartner das selbst verursacht hat. Der unfreundlichste Postpartner in der gesamten Umgebung. Natürlich muss jetzt wer anderer Schuld sein. Was hat der Postpartnerwechsel mit der Gemeinde zu tun? Wäre es zu viel verlangt gewesen etwas freundlicher zu sein und nicht dauern gegen die Post zu schimpfen? So einen mag niemand und alle sind froh, dass es ihn nicht mehr geben wird.

      1. Thomas Hrusovar says:

        Sehr geehrter Herr Mayr, liebe Blogger!

        @ Mayr: Es mag schon sein, dass ich manchen Leuten eben nicht sympathisch bin, das liegt in der Natur der Sache. Man kann es eben nicht jedem gleich recht machen. Könnte sein, dass sie mir ja auch nicht sympathisch sind…

        Was allerdings die Beschwerden betrifft, kann ich ihnen sagen, dass ich einerseits zu 80% die Beschwerden der Kunden an die Post weitergetragen habe, der Rest war in eigener Sache. Sie können natürlich nicht wissen was alles am Postpartner „hängen“ bleibt und dass eine solche Poststelle in einem Ort wie unserem leider nicht wirtschaftlich zu führen ist. Das liegt zum einen daran, dass es eben in unserem Ort keinerlei Einkaufsmöglichkeiten und daraus resultierend auch keine echte Kaufkraft gibt. Die meisten Gemeindebürger und Gemeindebürgerinnen arbeiten außerhalb unserer Gemeinde und kaufen dann auch dort wo sie arbeiten. Auch die Online-Konkurrenz ist leider ein sehr starker Konkurrent, und das nicht nur für uns!

        @Mayr: Ich würde vorschlagen, sie kommen einmal her, stellen sich eine Woche rein und dann reden wir weiter…

        Wir haben aus eigener Initiative in Pottendorf ein Elektrogeschäft etablieren wollen, da wir der Meinung waren, dass so etwas in unserem Ort eine Belebung und ein gutes Angebot darstellen würde. Wir übernahmen den Postpartner, da es zur damaligen Zeit keinen echten Bewerber außer uns gegeben hat und wir wollten, dass es weiterhin eine Poststelle in Pottendorf gibt. Ich habe mich auch seinerzeit, als Wampersdorf geschlossen wurde, dafür eingesetzt zumindest einmal in der Woche eine Außenstelle dort zu betreiben, leider ohne Erfolg: “ Das ist nicht vorgesehen und wird nicht gebraucht“ war die Antwort der Österreichischen Post AG.

        Ich weiß ja nicht ob sie wissen, wie viel ein Vollzeit-Angestellter im Jahr kostet? Ich kann ihnen aber sagen, dass man mindestens zwei Vollzeitkräfte (inkl. mir natürlich) benötigen würde um halbwegs über die Runden zu kommen. Meine Frau und mein Sohn haben für Gotteslohn (KEIN GEHALT!!) bei mir ausgeholfen, da es eben nicht leistbar war eine zusätzliche Vollzeitkraft anzustellen. Meine Frau musste dafür dann auch noch auf einen Teil ihres Einkommens verzichten, da sie als Tagesmutter nur noch Nachmittagsbetreuung anbieten konnte! Sprich: Bei mir konnte sie nichts verdienen und in ihrem eigenen Beruf daher auch erheblich weniger!!! Mal ehrlich: Würden sie das tun???

        Wenn man mangels Laufkundschaft (Esterhazystraße ist ja wie ausgestorben und in der Bahnstraße war es nicht viel anders) keine Umsätze generieren kann, dann ist es auch nicht möglich die Kosten über die Deckung hereinzubringen. Die Post zahlt ungefähr 2/3 der Gesamtkosten von 2 Vollzeitkräften im Jahr, ich benötige aber 90% an Arbeitsleistung dieser beiden fast ausschließlich für die Post! Da bleibt keine Zeit für mein eigenes Geschäft. Nicht zu sprechen von den Betriebskosten, die ja auch noch verdient werden müssen!

        Aber selbstverständlich können sie sich ihre Meinung ja selbst bilden und ich bin ehrlich gesagt froh darüber, dass das nun alles vorbei sein wird. Wir sind ein kundenorientiertes Unternehmen und ich werde von vielen als der „depperte Postler“ abgestempelt, der ich eigentlich nicht bin. Deshalb freut es mich um so mehr, dass eine Nachfolge geben wird, bei der sich unsere Kunden dann hoffentlich besser aufgehoben fühlen werden.

        In diesem Sinne bedanke ich mich sehr für das Vertrauen unserer Kunden und hoffe, dass nun für uns alle alles besser werden wird.

        Mit den allerbesten Grüßen
        Ihr
        Thomas Hrusovar

  5. Einwohner von Pottendorf says:

    Ein Denkanstoß noch am Rande:
    Lt. Post gab es 4 Bewerber, welche sich ihrerseits gemeldet hätten. Nicht die Post sei an sie herangetreten. Woher diese von der Kündigung des jetzigen Postpartners wussten, ist nicht bekannt. Es sei allerdings nicht so selten, dass dererlei Informationen schnell die Runde machen. Wer die vier Bewerber waren, wurde allerdings nicht bekannt gegeben…
    Woher wussten diese davon?
    Wieso gibt es hier so widersprüchliche Informationen?

    1. Denk says:

      Werden wohl den Vertrauenswürdigsten Partner genommen haben. Dauernörgler und Übergescheite mag wohl niemand auf Dauer.

  6. Karl Eder says:

    Das ist auch eine Folge der absoluten „Nicht-Wirtschaftspolitik“ der Gemeinde Pottendorf – oder findet sich diesbezüglich irgendwas konkretes in einem Parteiprogramm? Pottendorf hat seit 10 Jahren einen hauptberuflichen Bürgermeister, Herr Sabbata-Valteiner hätte eigentlich genug Zeit sich „hinters Telefon zu klemmen“ und für Betriebsansiedlungen oder sonstige Schaffung von Arbeitsplätzen zu sorgen, das geschieht aber nur in allen Nachbargemeinden, aber nicht in Pottendorf. Wieviele Arbeitsplätze oder Betriebe sind in den letzten 10 Jahren in Pottendorf „verloren“ gegangen? Statt dessen wird in unüberschaubare Geldvernichtungsaktionen wie den Kauf einer Schlossruine investiert.

    1. Brigitte Halbwachs says:

      Ich bin sicher keine Busenfreundin unseres BM . Seid froh dass wir wieder einen Postpartner haben. Und was die Betriebsansiedelungen betrifft hat die ÖVP ebenfalls alles verschlafen. Da hätte man noch genug Möglichkeiten gehabt. Also wenn man selbst im Glashaus sitzt soll man etwas vorsichtiger mit der Kritik sein. Ausserdem ist das Projekt Schloßpark trotzdem sehr gelungen und die Pottendorfer nehmen es gut an. Neid ist hier fehl am Platz. Schönen Tag wünscht Brigitte H.

      1. Karl Eder says:

        Da ich kein Politiker bin und auch keiner Partei angehöre, „sitze ich nicht selbst im Glashaus“. Auch unter der vormaligen Gemeindeführung war das Thema Betriebsansiedlung nicht unbedingt eine Herzensangelegenheit – absolut richtig (aber es wurde zumindest das Pflegeheim und einige Betriebe in der Bahnstraße angesiedelt). Aber Herr TSV hätte jetzt 10 Jahre Zeit gehabt das zu verbessern, statt dessen stirbt Pottendorf „betriebsmäßig“ – und Arbeitsplatzmäßig – aus.
        Schlosspark: der Schlosspark ist sicher ein tolles Naherholungsgebiet – ABER: es gibt nach wie vor kein Konzept was mit der Schlossruine passieren soll, und da kommen auf die Gemeinde Kosten zu (5 – 10 Mio. Euro für eine Basissanierung der noch „rettbaren“ Dächer, Absicherung des Haupttraktes), das es eine „Hypo-Alpe-Adria“ für Pottendorf wird – auch richtig und alle jubeln ahnungslos zu – haben sie in Kärnten auch getan…. Ich kenn‘ mich berufsbedingt mit „emotionalen Anschaffungen“ und exorbitanten Folgekosten aus – nur geht’s da um privates Geld.

        1. Thomas Sabbata-Valteiner says:

          Sehr geehrter Herr Eder!

          Betriebsansiedlungen sind sehr wohl eine Herzensangelegenheit. Da die Marktgemeinde Pottendorf selbst keine Betriebsgrundstücke mehr hat, wurden 12,5 ha SOFORT nach Amtsantritt im Jahr 2005 neben der Autobahnabfahrt als Betriebsgebiet gewidmet. Leider wurde dieses (Privatbesitz) bis heute nicht verwertet!

          Und zu ihrer Information, die drei Betriebe in der Bahnstraße waren schon vorher Pottendorfer Betriebe und sind nicht neu angesiedelt worden sondern sind nur innerhalb von Pottendorf umgezogen. Der Grund für das LPH wurde dem Land geschenkt (Grundstückswert rund Euro 800.000,-) UND für die Mitarbeiterinnen bezahlt das Land NÖ KEINE Kommunalabgabe an die Gemeinde. D.h. die Marktgemeinde Pottendorf hat daraus KEINE Einnahmen. (Das Pflegeheime jedoch notwendig und richtig sind, steht außer Zweifel.)

          In der Zeit seit 2005 sind die Einnahmen aus Kommunalabgabe um 40% gestiegen, es zeigt also, dass der Wirtschaftsstandort Pottendorf doch sehr attraktiv ist. Und es wurde wirklich ein sehr hervorragender Betrieb mit der Fa. MBN in der Wampersdorfer Straße angesiedelt. Und das es nicht mehr Einkaufsmärkte gibt, liegt in der Ablehnung der Vergangenheit. Obwohl meine Fraktion im Jahr 2001 für die Betriebsgebietsschaffung und Ansiedlung diverser Märkte war, lehnte dies die ÖVP ab und die Märkte siedelten sich in den Gemeinden rundherum an. Seit 2005 versuchen wir mind. im Jahresrhythmus Märkte zum Ansiedeln zu bewegen. Ohne Erfolg weil ja deren Auslastung gegeben ist.

          Und zum Schlossparkthema kann ich nicht nachvollziehen, wo die Marktgemeinde Pottendorf eine Basissanierung von Euro 5-10 Mio. plant??? Wenn Sie aufmerksam unser Programm gelesen haben, konnten Sie lesen, dass es nur dann eine Sanierung gibt, wenn es entsprechend hohe Förderungen gibt, sonst diese für unsere Gemeinde nicht zu stemmen sind. Wir haben das Schlossparkareal wegen des Parkareals erworben und diesen so glaube ich wirklich sehr gut revitalisiert. Auf die Gemeinde kommen keine Folgekosten zu die nicht absehbar sind, weil es keine Verpflichtung zur Sanierung des Schlosses und der Kapelle gibt. Das war von Anfang an klar und stand auch überall.

          Mit freundlichen Grüßen
          Thomas Sabbata-Valteiner

          1. Derboben says:

            Muß Herrn Eder voll beipflichten, Pottendorf ist eine Schlaf Gemeinde in jeder Hinsicht.
            Viele Geschäfte haben schon geschlossen und es kommt nichts Neues nach, sich auf die Vorgänger auszureden ist sehr einfach und nicht nachvollziehbar. Für Sie zählen nur alteingesessene Pottendorfer welche sich für die Gemeinde interessieren, Zurgraste sind lästige Nestbeschmutzer.

          2. Thomas Sabbata-Valteiner says:

            Sehr geehrter Herr Eder!

            Zu Pkt. 1. muss ich Ihnen sagen, dass es mit der Steigerung der Gehälter und nicht mit der Inflation zusammenhängt. Die Kommunalabgabe steigt mit höheren Gehaltsabschlüssen. Natürlich ist da eine Gehaltsabhängige Erhöhung drin aber insgesamt sind die Arbeitsplätze nicht zurück gegangen sondern angestiegen. Und nicht alle Arbeitsplätze bilden sich in der Kommunalabgabe ab, da EPU´s keine Kommunalabgabe bezahlen und auch für den Großteil der Teilzeitarbeitskräfte keine Kommunalabgabe entrichtet wird. Sie haben aber Recht wenn sie sich mehr Arbeitsplätze und Betriebe im Ort wünschen.

            Zu Pkt. 2. Widmungen selbst können nicht unter privatrechtlichen Auflagen erfolgen. Man kann nur Zusätze für Infrastrukturleistungen festschreiben. Da dort jedoch keine Infrastrukturleistungen erfolgt sind kann man diese auch nicht zurückfordern. Leider wurden alle Grundstücke die im Besitz der Marktgemeinde Pottendorf waren und die etwas Wert waren schon vor vielen Jahren verkauft. Wir haben leider nur Ackerflächen (leider nicht in Ortsnähe) einzutauschen. Es gibt einige Möglichkeiten, die können jedoch immer erst dann realisiert werden, wenn es potentielle Käufer gibt. Dies vorher öffentlich zu machen würde manche Preise zu sehr in die Höhe treiben.

            Zu Pkt. 3. Eben nicht! Wir haben immer gesagt, Sicherungs- und Revitalisierungsmaßnahmen bei Schloss und Schlosskapelle kommen erst in Frage wenn die Förderungen mehr als die Hälfte der Kosten betragen weil die Gemeinde dies nicht schultern kann und auch dann nur wenn es budgetär möglich ist. Würden wir von vorne herein sagen wir denken nichts an, werden wir auch nie erfahren welche Förderungen möglich sind bzw. würden wir sagen was wir uns leisten würden würde es dann max. nur diese Förderungen geben. Man muss eben auch warten können und Geduld haben, oft ergibt sich etwas.

            Ich kann Ihnen nicht zustimmen, wenn Sie meinen die Anschaffung eines Areals mit 210.000 m² um Euro 400.000,- (die Schlossmühlenliegenschaft im Ausmaß von rund 1.800 m² wurde ja um Euro 200.000,- verkauft) ist inakzeptabel. Es muss jedem klar sein, dass Erholungsräume und Grünflächen auch etwas kosten. Übrigens ist dieser Kredit bereits im kommenden Jahr abbezahlt.

            Zu Pkt. 4. Dazu zitiere ich unter anderen aus unserem Programm:

            Wirtschaft – Wir streben die Ansiedlung von neuen Einkaufsmärkten in Pottendorf weiterhin an. Da 2002 leider das Betriebsgebiet zur Ansiedlung von Märkten in der Wr. Neustädter Straße nicht errichtet wurde, haben sich die Märkte leider in unseren Nachbargemeinden angesiedelt. Wir möchten in der kommenden Gemeinderatsperiode nochmals den Versuch starten in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern dort ein Gebiet mit zusätzlichen Märkten zu etablieren. Und genau dort wäre aus unserer Sicht auch der richtige Platz für Büro- und Geschäftsräumlichkeiten!

            Weitere Punkte werden natürlich mit den Grundeigentümern und nicht öffentlich verhandelt, da dies kontraproduktiv ist. Und nicht jede Liegenschaft von der man denkt die wäre ideal ist es. Einerseits will man mehr Arbeitsplätze und Betriebe andererseits soll der Verkehr vom Ort ferngehalten werden. Das ist eben so nicht immer vereinbar.

            Und Betriebe und Arbeitsplätze um jeden Preis wie es andere Gemeinden praktizieren (z. Bsp. billige oder verschenkte Grundstücke) oder Firmen die auch Schäden verursachen können (siehe das verseuchte Grundwasser der letzten zehn Jahre durch einen Betrieb) will man sicher auch nicht.

            Ich danke Ihnen jedenfalls für Ihre Stellungnahmen, weil sie zeigen, dass Sie sich für Ihre Gemeinde interessieren!

            Mit freundlichen Grüßen
            Thomas Sabbata-Valteiner

          3. Karl Eder says:

            Sehr geehrter Herr Sabbata-Valteiner,

            1) Steigerung der Kommunalabgabe – davon gehen über die Hälfte auf Kosten der Inflation (VPI 2005 – März 2015 = 121,2)
            2) Betriebsbaugründe: gibt es hier kein Druckmittel (Rückwidmung) oder andere Möglichkeit (Grundstückstausch Gemeinde – private Eigentümer) die Sache in die Hand zu nehmen und zu aktivieren. Oder ist die Sache vertraglich so „schwach“ für die Gemeinde abgesichert?
            3) Schlossruine: ich habe nicht behauptet, dass die Gemeinde diese Ausgaben plant, die Zahl kommt von Fachleuten, die sich mit so etwas beschäftigen und das Schloss Pottendorf kennen. Eine Förderung ist eine Förderung und keine Kostenübernahme, d.h. es bleibt immer der größere Anteil der Kosten für die Gemeinde zu finanzieren.
            Der Kauf des Schlossparks ist für mich „emotional“ verständlich, „kaufmännisch“ für eine Anschaffung der öffentlichen Hand in Zeiten knapper Budgetmittel für mich absolut inakzeptabel. Diese Kritik gilt für alle Mandatare die der Sache damals zugestimmt haben. Ich habe das auch vom 1. Tag in persönlichen Gesprächen mit „Zujublern“ so gesagt.
            4) Konzepte: ich habe – so weit im Internet verfügbar – vor der letzten Gemeinderatswahl alle Programme durchgelesen, die Schaffung von Arbeitsplätzen bzw Ideen zur Betriebsansiedlung war eigentlich nirgends richtig mit Konzepten erkennbar, bei der SPÖ Pottendorf aber gar nicht.
            Und das für eine Gemeinde mit 6000 Einwohnern die Anzahl an Betrieben = Arbeitsplätzen in Pottendorf eher dürftig ist, steht wohl fest.
            5) Zum ursprünglichen Thema: ich sehe in der Übernahme der Post-Partner Filiale durch ihre Gattin keinen Interessenskonflikt oder „schiefe Optik“.

            Mit freundlichen Grüßen
            Karl Eder

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