Unterschriften gegen Bankomatgebühren

Unterschriften gegen Bankomatgebühren
Trumau

Seit Jänner dieses Jahres dürfen Banken die Gebühren für die Geldbehebung von institutsfremden Bankomaten nicht mehr an die Kunden weitergeben. Die knapp 500 betroffenen Kreditinstitute sind gegen das Gesetz vor den Verfassungsgerichtshof (VfGH) gezogen. Ihnen missfällt, dass die kontoführende Bank Gebühren übernehmen muss, die Betreiber unabhängiger Geldausgabeautomaten verlangen. Der einzige Anbieter, die Firma Euronet, kassiert 1,95 Euro pro Abhebung, welche bisher durch das jetzt vom Verfassungsgerichtshof gekippte Gesetzt von den Banken bezahlt werden musste.

Die SPÖ fürchtet das durch diese Entscheidung „Tür und Tor für generelle Bankomatgebühren geöffnet wurden“, so der Trumauer Bürgermeister und Kommunalpolitische Sprecher der SPÖ im Nationalrat, Andreas Kollross. „Wir als SPÖ versuchen zu verhindern, dass man für sein eigenes Geld bezahlen muss. Das Bankfilialnetz ist keines, das ausgeweitet wird, sondern die Filialen werden immer weniger. Ich hab das in meiner eigenen Gemeinde vor zwei Jahren erlebt, als die Volksbank geschlossen  wurde und somit auch der dortige Bankomat. Trumau hat zum Glück noch eine Bankfiliale mit Bankomaten aber es gibt viele Orte, die keine Filiale mehr haben sondern nur mehr einen Bankomaten. Gerade für die Menschen, die nicht so mobil sind, wird es so immer schwieriger zu ihrem Bargeld zu kommen. Daher wollen wir mit einer Initiative erreichen, dass keine Bankomatgebühren eingehoben werden dürfen“, so Kollross

Neben einem Antrag im Parlament hat Kollross daher mit seinem Parteikollegen Markus Vogel, dem SPÖ Konsumentenschutzsprecher im Parlament, eine Bürgerinitiative gegründet. Mit dieser will man Unterschriften gegen Bankomatgebühren sammeln, damit sich der Nationalrat über einen zweiten Weg mit dem Thema befassen muss. „500 Unterschriften sind notwendig, um über den Petitionsausschuss das Thema in den Nationalrat zu bringen, wir rechnen  aber mit mehreren tausenden Unterschriften“, zeigt sich Kollross optimistisch.

Unterstützt wird er dabei auch von der SPÖ Landtagsabgeordneten Karin Scheele.

„Ich habe in den letzten Jahren mitbekommen, dass es in der Bevölkerung ein Unbehagen gibt, dass zunehmend seitens der Banken darauf gedrängt wird, dass alles über Maschinen abgewickelt wird und man dann auch noch versucht, dafür Gebühren einzuheben“, so Scheele, die darüber hinaus auch eine künftige Versorgungssicherheit gerade für ländliche Bereiche verlangt.

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