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Ausgefüllte Stimmzettel auf Toilette im Rathaus gefunden

Aufregung um 14 ausgefüllte amtliche Stimmzettel, welche in der Herrentoilette des Rathauses gefunden wurden!



Für gehörig Aufregung sorgen zwei Tage nach der Gemeinderatswahl in Ebreichsdorf 14 ausgefüllte amtliche Stimmzettel welche angeblich am Montag auf der Herrentoilette im Rathaus gefunden wurden. Diese wurden angeblich von einer Kandidatin der Bürgerliste dort zusammengeknüllt im Papierkorb gefunden. 

Bürgermeister bestätigt Vorwürfe – für ihn sind diese aber nicht nachvollziehbar!

Bürgermeister Wolfgang Kocevar bestätigt am Dienstagabend auf Anfrage der MONATSREVUE die Behauptung. „Ja ich wurde heute von Bürgerlisten Gemeinderat Mag. Josef Pilz über den Vorfall informiert. Ich habe sofort alle Gemeinderäte per Mail informiert und meinen Wissensstand weitergegeben“, so Kocevar. „Gemeinderat Pilz informierte mich, dass eine Fraktionskollegin in der Herrentoilette angeblich ausgefüllte Stimmzettel gefunden hat. Ob es sich dabei um amtliche Stimmzettel handelt, weiß ich nicht. Auch nicht, ob es sich nur um Partei-Stimmen oder um Vorzugsstimmen handelt“, so der Bürgermeister. 

Kocevar stellt aber klar: „Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, wie das passieren hätte können. Die Auszählung der Stimmen und die gesamte Wahl wird von mehreren Wahlhelfern und Wahlzeugen überwacht und die Ordnungsmäßigkeit  wurde mit den Unterschriften der Verantwortlichen aller Parteien bestätigt“,  so Kocevar. „Diese Vorwürfe bringen alle ehrenamtlichen Wahlhelfer und auch die hauptamtlichen Mitarbeiter völlig haltlos unter Verdacht“, ärgert sich der Stadtchef. „Ich habe Pilz aufgefordert, die Aussagen zu beweisen und den Gemeinderat mit allen Details zu informieren. Dazu werde ich die Wahlkommission einberufen“, so Kocevar, für den die Vorwürfe haltlos sind. 

Pilz bekräftigt „14 ausgefüllte amtliche Stimmzettel waren im Müll!“

„Es handelt sich um 14 amtliche Stimmzettel, bei denen es sich vorwiegend um Stimmen für die Bürgerliste und die ÖVP handelt“, bekräftigt Pilz die Vorwürfe von Unregelmässigkeiten. „Auf einigen davon wurde SPÖ angekreuzt, es steht aber der Name von einem oder mehreren Kandidaten der Bürgerliste oder der ÖVP auf dem Stimmzettel. Solche Stimmzetteln werden dann nicht der SPÖ sondern der Partei des jeweiligen Kandidaten zugerechnet“, so Pilz weiter. „Diese Stimmzettel wurden am Montag von einer Fraktionskollegin auf der Toilette im Rathaus gefunden, wer sie dort entsorgt hat, ist uns nicht bekannt“, so Pilz, der heute auch den Vorfall bei der Bezirkswahlbehörde angezeigt hat. „Eigentlich wäre es die Pflicht von Bürgermeister Kocevar gewesen, die zuständige Bezirkswahlbehörde zu informieren, nachdem ich ihn davon in Kenntnis gesetzt habe. Da er das nicht gemacht hat, habe ich das am Nachmittag gemacht und den Vorfall gemeldet“, so Mag. Josef Pilz.

Sowohl Kocevar als auch Pilz fordern eine restlose Aufklärung des Vorfalles. Darum wird sich jetzt die Bezirkswahlbehörde kümmern. Ob diese die Staatsanwaltschaft einschalten wird, ist derzeit noch unklar.

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