Bei Brand im Einfamilienhaus detoniert auch Munition

Mit einem lautem Knallgeräusch wurden Bewohner am Samstagabend dem 06. Juni 2020 in Tribuswinkel plötzlich aufgeschreckt.

Der Grund dafür war schnell gefunden. In ihrem Garten lagen Trümmerteile eines Fensters samt Jalousie. Überall lagen Glassplitter in der Wiese verteilt und vom Nachbarhaus stieg Rauch auf.

Dort kam es aus bislang unbekannter Ursache zu einem Brandausbruch im Erdgeschoss des Einfamilienhauses. Der Bewohner konnte sich noch mit einem Sprung über das Fenster ins Freie retten. Umgehend wurde die Feuerwehr über Notruf 122 verständigt. Binnen kürzester Zeit stand ein Raum in Vollbrand, wobei weitere laute Knallgeräusche von außen wahrnehmbar waren.

Als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel vor Ort eintrafen schlugen meterhohe Flammen aus dem zerborstenen Fenster im Erdgeschoss des Wohnhauses und drohten auf den Dachstuhl überzugreifen. Der Bewohner machte die Einsatzkräfte lautstark auf eine weitere Gefahr aufmerksam. In dem Zimmer wo der Brand ausbrach war auch Munition gelagert, die er als Sportschütze in Verwendung hat und nun aufgrund der massiven Brandeinwirkung laufend detonierte.

Umgehend wurde eine Löschleitung aufgebaut und der Brand von außen bekämpft. In erster Linie galt es vorerst einmal die weitere Ausbreitung auf den Dachstuhl zu verhindern und die Flammen im Brandraum über das offene Fenster niederzuschlagen. Nachdem weitere Kräfte der Feuerwehr Tribuswinkel und der mitalarmierten FF Pfaffstätten eintrafen, konnte auch eine Löschleitung im Innenangriff unter Atemschutz vorgenommen werden. So gelang es den Brand von zwei Seiten zu bekämpften und abzulöschen. Für die Entrauchung des Gebäudes setzte die Feuerwehr einen Hochleistungslüfter ein. Rettungskräfte versorgten den Hausbewohner. Durch den Brand und der massiven Brandgase entstand ein beträchtlicher Sachschaden im Gebäude. Verletzt wurde zum Glück niemand. Zum Befüllen der leeren Atemluftflaschen kam der Atemluftcontainer der FF Baden Weikersdorf zum Einsatz. Warum der Brand ausgebrochen war ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Der Feuerwehreinsatz konnte nach 2,5 Stunden beendet werden. Es standen insgesamt 3 freiwillige Feuerwehren mit ca. 40 Feuerwehrleuten im Einsatz.

 

Foto & Bericht: BFK Baden/Stefan Schneider

www.bfkdo-baden.com

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