Die Lebensretter!

Günter Doser und "Ombré von Kistenstein" wurden zu Lebensretter!

Der Weigelsdorfer Polizist Günter Doser feiert heuer sein 30-jähriges Jubiläum als Polizist. Den größten Teil dieser Zeit war er als Diensthundeführer im Einsatz. Am 16. Februar 2021 wurde er gemeinsam mit seinem Diensthund „Ombré“ zum Lebensretter, als die beiden mit ihren Kollegen eine 68-jährige vermisste Frau aufspürten und retteten.

Sie sind ein eingespieltes Team, der 49-jährige Gruppeninspektor Günter Doser und sein 7-jähriger Partner auf vier Pfoten. „Ombré von Kistenstein“ heißt der Malinois, der bereits 9 Wochen nach seiner Geburt in der Schweiz, an der Seite des Polizisten lebt. Nach einer 2-jährigen Ausbildung und einer halbjährigen Spezialausbildung für Suchtmittel, ist „Ombré“ nun schon fast fünf Jahre an der Seite des Polizisten im Einsatz. Derzeit versehen die beiden Dienst bei der Diensthundestaffel am Flughafen in Schwechat. 

Am Abend des 16. Februar wurden die beiden mit einem weiteren Hundeführer und einem zweiten Diensthund nach Bruck an der Leitha alarmiert. „Wir bekamen den Auftrag, die Bezirkskräfte bei der Suche nach einer vermissten 68-jährigen dementen Frau zu unterstützen“, erzählt Doser. Die beiden alarmierten Diensthundeführer suchten mit ihren Hunden ein Gebiet am Stadtrand von Bruck an der Leitha ab, da dort die Frau zum letzten Mal gesehen wurde. „Plötzlich merkten wir, wie die Hunde stark in eine Richtung zogen“, erzählt der Polizist. Wenige Minuten später konnten die Diensthundeführer auch schon die vermisste Frau in einem Gebüsch ausfindig machen. „Die Frau war bereits stark unterkühlt und machte einen sehr verwirrten Eindruck. Wir haben sie in unseren Dienstwagen gesetzt, zugedeckt und die Rettungskräfte alarmiert“, so der Beamte. In Anbetracht der winterlichen Temperaturen ist es der ausgezeichneten Leistung der Spürnasen zu verdanken, dass der Frau das Leben gerettet wurde. 

Das war aber nur einer der Erfolge des Polizei-Duos. Den beiden gingen auch schon mehrere Einbrecher ins Netz, sowie ein großer Drogenschmuggler, der durch die feine Nase von Ombré überführt werden konnte.  Ihr Haupteinsatzgebiet ist aber der Flughafen in Wien. „Darüber hinaus werden wir auch, wenn erforderlich, im Bezirk Bruck an der Leitha eingesetzt“, erzählt der Polizist. 

Günter Doser ist auch in der Ausbildung tätig. „Seit 15 Jahren bin ich als Trainer in der Diensthundeausbildung tätig und in ganz Niederösterreich unterwegs“, erzählt er. „Ich habe das Glück, dass ich mein Hobby auch in meinem Beruf leben kann“, so der Vollblut-Polizist, der seine Tätigkeit bei der Diensthundestaffel mit großer Leidenschaft wahrnimmt. „Ich kann mich auf Ombré zu 100 Prozent verlassen, genau so wie er sich auch auf mich verlassen kann“, so Doser. 

Seine 30-jährige Karriere bei der Polizei begann der damals 19-Jährige auf der Polizeiinspektion in Traiskirchen. Danach verbrachte er einige Jahre auf der Dienststelle in Ebreichsdorf, wo er, damals noch bei der Gendamerie, bereits mit einem Diensthund im Einsatz stand. Danach wechselte er zur Diensthundestaffel nach Wiener Neustadt und schließlich vor zwei Jahren auf den Flughafen nach Schwechat. 

Ombré und Günter sind auch privat ein eingespieltes Team. „Der Hund lebt ganz normal wie jeder andere Hund auch bei uns im Familienverband“, so der Vater von zwei große Kindern. „Auch für einen Diensthund ist das sehr wichtig, denn Hunde sind sehr soziale Wesen. Sie wollen auch spielen und schätzen es, in der Familie einen Platz zu haben“, erzählt er. Wenn dann die Hunde nach einigen Jahren im Dienst ihren wohlverdienten Ruhestand antreten, dann geht der Hund in den Besitz des Hundeführers über. „Es gibt dann meistens eine Übergangszeit, wo ich einen neuen Hund bereits ausbilde und gleichzeitig mit dem anderen Hund Dienst versehe. Wenn dann der eine in Pension geht und zu Hause bleibt, dann beginnt die Dienstzeit für den neuen Hund“, so der Polizist. Drei Diensthunde hatte Günter Doser bereits. Für ihn ist seine Arbeit mit Hunden nicht nur ein Beruf, sondern Berufung.

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