Gemeinde-Mails wurden gehackt!

In Ebreichsdorf ermittelt die Cybercrime Abteilung der Polizei

Mails mit dem Absender von Gemeindemitarbeitern und Gemeinderäten aus Ebreichsdorf überfluten derzeit viele Mailadressen. Auch in der Redaktion der MONATSREVUE sind zahlreiche dieser „Fake-Mails“ eingegangen. „Wir wurden offenbar gehackt“, so Bürgermeister Wolfgang Kocevar. „Es sind teilweise alte Mails aus dem Jahr 2016 und 2017, die ausgeschickt wurden. Wir haben sofort Anzeige erstattet und es ermittelt bereits die Polizei und das Bundeskrimialamt“, so der Bürgermeister auf Nachfrage. 

Laut dem Stadtchef sei es aber vor dem Wochenende gelungen, die Mailflut zu stoppen. „Unseren IT-Experten ist es gemeinsam mit der Polizei gelungen, wichtige Einstellungen zu ändern. Es dürften jetzt keine dieser Mails mehr raus gehen“, so Kocevar. Das auch sensible Daten verschickt wurden, ist derzeit nicht bekannt, laut dem Bürgermeister kann man das aber nicht zu 100% ausschließen. „Soweit ich weiß, sind keine sensiblen Daten verschickt worden. Aber es  ist auch aus Datenschutzgründen wichtig, dass wir den Vorfall zur Anzeige gebracht haben“. 

Es soll sich laut ersten Einschätzungen um mehrere Hundert Mails gehandelt haben. Betroffen waren die Adressen von Mittarbeitern und Gemeinde- und Stadträten. Erkennen kann man die Mails bei genauerer Betrachtung der E-Mail Aderesse. Zwar wird der Name des Gemeinderates oder Mitarbeiters angezeigt, wenn man sich die Adresse aber genauer ansieht, steckt dahinter eine andere Mailadresse, von unterschiedlichen ausländischen Servern. Die Polizei ermittelt derzeit auf Hochtouren und auch im Rathaus bemüht man sich mit Experten, den Vorfall aufzuarbeiten. 

Regionales Schaufenster
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