Ein tragischer Notfall ereignete sich am Sonntagnachmittag auf dem beliebten „Wegerl im Helenental“ bei Baden. Am bislang heißesten Tag des Jahres erlitt eine Frau während eines Spaziergangs einen Herzstillstand. Trotz eines raschen und umfangreichen Rettungseinsatzes konnte ihr Leben nicht mehr gerettet werden.
Die in Österreich lebende Frau war gemeinsam mit ihrem Ehemann entlang der Schwechat unterwegs, wo an diesem heißen Sommertag zahlreiche Menschen die schattigen Plätze zur Abkühlung nutzten. Während des Spaziergangs brach die bereits gesundheitlich angeschlagene Frau plötzlich zusammen und erlitt einen Herzstillstand. Ersthelfer alarmierten sofort die Einsatzkräfte und leiteten die Rettungskette ein.
Innerhalb kürzester Zeit trafen mehrere Rettungsteams des Roten Kreuzes, ein Notarzt, eine zufällig anwesende Ärztin, Polizeistreifen sowie zahlreiche Helfer der Lebensretter-App am Einsatzort ein. Aufgrund der abgelegenen Lage wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Baden-Weikersdorf gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Stadt zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert.
Die Feuerwehr unterstützte die laufende Reanimation, errichtete einen Sichtschutz für die Patientin und transportierte dringend benötigte Ausrüstung vom weiter entfernt abgestellten Rettungswagen zur Einsatzstelle. Mehrere Feuerwehrmitglieder verfügen selbst über eine Ausbildung als Rettungssanitäter und konnten die Rettungskräfte dadurch wirkungsvoll unterstützen. Gleichzeitig galt es, die Privatsphäre der Betroffenen gegenüber den zahlreichen Spaziergängern und Familien im Nahbereich zu schützen.
Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte verlief die Reanimation erfolglos. Die Frau verstarb noch an der Unglücksstelle. Ihr Ehemann, der den gesamten Einsatz miterleben musste, wurde währenddessen von den Einsatzkräften betreut.
Anschließend übernahm die Feuerwehr auch den pietätvollen Abtransport der Verstorbenen vom abgelegenen Waldweg bis zur Landesstraße B210, wo die Übergabe an das Bestattungsunternehmen erfolgte.
Insgesamt standen rund 40 ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Baden-Weikersdorf und Baden-Stadt gemeinsam mit Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.
Auch wenn diesmal jede Hilfe zu spät kam, machten der Einsatz der Ersthelfer sowie das professionelle Zusammenwirken von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei einmal mehr deutlich, wie wichtig eine funktionierende Rettungskette im Ernstfall ist.
Fotos: BFKDO BADEN / Stefan Schneider
