Mann mit Kampfmesser löste Großeinsatz im Landesklinikum Baden aus

Ein 50-jähriger Patient soll in der Klinik plötzlich eine Waffe aus seinem Rucksack geholt haben. Mehrere Polizeistreifen und die Schnelle Interventionsgruppe rückten an.

Ein gefährlicher Zwischenfall hat sich bereits am 12. Juli 2026 im Landesklinikum Baden ereignet. Wie die Tageszeitung „Heute“ berichtet, wurde ein 50-jähriger Mann zunächst mit der Rettung in das Krankenhaus gebracht. Während die Situation anfangs noch ruhig verlief, soll der Patient plötzlich ein Kampfmesser aus seinem mitgebrachten Rucksack geholt haben.

Laut dem Bericht soll der Mann, der an einer psychischen Störung leiden dürfte, vor Sanitätern und Klinikmitarbeitern mit dem Messer hantiert haben. In seinem Rucksack soll sich zudem eine Art Spaten befunden haben.

Die Polizei wurde unter dem Einsatzstichwort „Mann mit Machete“ alarmiert und rückte mit mehreren Streifenwagen zum Landesklinikum aus. Auch Kräfte der Schnellen Interventionsgruppe standen im Einsatz. Der 50-Jährige konnte schließlich festgenommen werden. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand.

Bis zum Eintreffen der Polizei wurde der Patient von Mitgliedern der Betriebsfeuerwehr beobachtet. Diese ist im Landesklinikum Baden auch für Sicherheitsaufgaben zuständig und kann bei entsprechenden Vorfällen jederzeit gerufen werden. Die Mitarbeiter seien für derartige Situationen speziell geschult. Zusätzlich würden im Anlassfall automatisch weitere geschulte Kräfte im Haus alarmiert, erklärte die NÖ Landesgesundheitsagentur gegenüber „Heute“.

Die Sicherheit in öffentlichen Gebäuden und Gesundheitseinrichtungen sei für die NÖ Landesgesundheitsagentur und die niederösterreichischen Kliniken ein wichtiges Thema. Arbeitsgruppen würden sich regelmäßig mit möglichen Schutzmaßnahmen befassen und diese evaluieren. Ziel sei es, die Sicherheit von Patienten, Mitarbeitern und Besuchern bestmöglich zu gewährleisten.

Klinikmitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, an Deeskalationsschulungen teilzunehmen. Bei aggressiven Vorfällen werden zunächst weitere Mitarbeiter zur Unterstützung gerufen. Externe Sicherheitsdienste können laut Landesgesundheitsagentur anlassbezogen in den Kliniken eingesetzt werden, heißt es seitens der LGA gegenüber der Tageszeitung Heute.

Fotos: Symbolbilder

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