Die Kriminalität im Bezirk Baden ist im Jahr 2025 leicht gesunken. Insgesamt wurden 7.779 Delikte angezeigt, ein Rückgang von 0,9 Prozent. Gleichzeitig konnte die Polizei die Aufklärungsquote auf 54,6 Prozent steigern und liegt damit über dem österreichweiten Durchschnitt.
Besonders positiv entwickelte sich die klassische Eigentumskriminalität: Einbrüche in Wohnräume gingen um 24,5 Prozent zurück, Pkw-Diebstähle sogar um mehr als die Hälfte. Auch Raubüberfälle und Trickdiebstähle sind deutlich seltener geworden. Zuwächse gab es hingegen bei Diebstählen aus Firmenfahrzeugen.
Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden fünf Mord- bzw. Mordversuche registriert – alle Fälle konnten geklärt werden. Sorgen bereiten jedoch steigende Übergriffe auf Polizisten sowie weiterhin hohe Zahlen bei häuslicher Gewalt.
Als größte Herausforderung bezeichnet die Polizei die stark zunehmende Cyberkriminalität. Mehr als 400 Fälle von Hacking sowie knapp 600 Internetbetrugsdelikte wurden angezeigt. Die Schadenssummen sind oft hoch, die Aufklärungsquote bleibt aufgrund internationaler Täterstrukturen vergleichsweise niedrig.
Stabil zeigt sich die Suchtmittelkriminalität mit hoher Aufklärungsquote, während Umweltdelikte deutlich zugenommen haben. Insgesamt bleibt der Bezirk Baden laut Polizei ein sicherer Lebensraum, auch wenn neue Kriminalitätsformen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
