Nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht am Dienstag in Traiskirchen dürfte der Unfallverursacher nun ausgeforscht sein. Ein 62-jähriger Mann aus dem Bezirk Gänserndorf steht im Verdacht, auf der B17 eine 45-jährige Frau mit seinem Pkw erfasst und tödlich verletzt zu haben. Anschließend soll er Fahrerflucht begangen haben.
Laut Landespolizeidirektion Niederösterreich meldete sich der Mann am Dienstagvormittag selbst bei der Polizeiinspektion Traiskirchen. Dort gab er an, einen Verkehrsunfall mit einem Wildtier gehabt zu haben. Sein Fahrzeug habe er bereits in eine Werkstatt nach Wien gebracht.
Die Beamten stellten jedoch rasch einen möglichen Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall von Dienstagfrüh her. Daraufhin wurden Kollegen in Wien verständigt, die das Fahrzeug in der Werkstatt überprüften.
Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass ein Fahrzeugteil, das zuvor am Unfallort sichergestellt worden war, beim Wagen des Mannes fehlte. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde der 62-Jährige bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. Der Beschuldigte zeigt sich laut Polizei jedoch weiterhin nicht geständig. Die Ermittlungen dauern an.
Der Unfall hatte sich gegen 5.00 Uhr früh auf der B17 in Richtung Traiskirchen ereignet. Die 45-jährige Frau wurde dabei von einem Fahrzeug erfasst und schwer verletzt auf der Fahrbahn zurückgelassen. Ein nachkommender Autofahrer übersah die bereits am Boden liegende Frau und überrollte sie mit seinem Pkw. Trotz rasch verständigter Einsatzkräfte kam für die Frau jede Hilfe zu spät.
Aufgrund der zunächst ungeklärten Fahrerflucht hatte die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten.
