Covid-Infektion in Kindergarten: Behörde will künftig schriftlich informieren!

In einem Kindergarten in Ebreichsdorf wurden zwei Kinder und eine Betreuerin positiv auf das Corona-Virus getestet

Im Kindergarten „Sonnenschein“ in der Wiener Straße in Ebreichsdorf ist es, wie berichtet, zu drei positiven Corona-Testungen gekommen. Eine Betreuerin und zwei Kinder wurden positiv getestet.

(Link zu unserem Bericht von letzter Woche!)

Einige Eltern von Kindergartenkinder üben jedoch Kritik am Krisenmanagement. „Uns wurde gesagt das der Kindergarten geschlossen ist, obwohl es weiter einen Betrieb gibt“, kritisiert eine Mutter. Ihr wurde angeblich auch gesagt, dass sich die Behörden bei ihr mit den weiteren Maßnamen meldet, was jedoch nie passierte. Andere kritisieren, das die Infektion bereits am Donnerstag in der Woche vor den Absonderungen bekannt wurde, der Kindergarten aber erst am Montag reagiert hat. Kritisiert wird vor allem eine mangelnde Information der Eltern. 

„Es ist richtig, dass 2 Kinder dieses Kindergartens an Covid-19 erkrankt waren“, so Bezirkshauptfrau Mag. Verena Sonnleitner auf Anfrage der MONATSREVUE.  Die Ansteckung der beiden Kinder soll jedoch im privaten Bereich über erwachsene Bezugspersonen und nicht im Kindergarten entstanden sein. Der Ansteckungsverlauf der Betreuungsperson wird derzeit von der Behörde noch geprüft.

„Die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde sondert im Fall einer erkrankten und positiv getesteten Person all diejenigen Kontakte ab, die aufgrund der Art des Kontaktes ein hohes Risiko haben, infiziert worden zu sein – sogenannte Hochrisiko-Kontakte. Die Behörde tritt mit diesen Personen in Kontakt – erfolgt keine Kontaktaufnahme, kann man davon ausgehen, nicht betroffen zu sein“ erklärt die Bezirkshauptfrau.

„Der Bund hat erkannt, dass es diesbezüglich einer Klarstellung bedarf und hat jetzt verbindlich vorgegeben, dass Kindergartengruppen und auch deren Betreuungspersonal generell als Niedrig-Risiko einzustufen sind, da das Infektionsrisiko unter Kindern in diesem Alter in Betreuungseinrichtungen aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Monate als sehr gering einzustufen ist. Erst bei einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung wird von der Gesundheitsbehörde geprüft, ob weitere Absonderungen notwendig sind. Die Bezirkshauptmannschaft Baden hat daher den Kindergarten nicht geschlossen, sondern nur einzelne Personen abgesondert. Dass es dadurch zu einer Art „Notbetrieb“ kommen kann, ist vorstellbar. Absonderungen von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern sind für jedes Unternehmen eine Herausforderung – so auch für einen Kindergarten, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, verlässlich die Betreuung von Kindern für Eltern zu gewährleisten“, so Mag. Sonnleitner.

Künftig will man aber seitens der Behörden die Eltern von Betreuungseinrichtungen besser informieren, kündigt die Bezirkshauptfrau an. „Kindergärten hängen im Fall einer Erkrankung eines Kindes eine Information darüber im Kindergarten aus. Eltern einer betroffenen Kindergartengruppe werden in Hinkunft zusätzlich – unter Wahrung der Privatsphäre der Erkrankten – ein Informationsschreiben erhalten, das die wesentlichen Informationen, die auch im Internet abrufbar sind, umfasst.“, so Mag. Sonnleitner. 

Regionales Schaufenster
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