Aufregung nach VP-Zivilschutz Posting

Eine Sitzung eines Zivilschutzexperten und VP-Politiker mit den Feuerwehrkommandanten sorgt jetzt für Aufregung!

In den Medien ist immer öfters von einem drohendem „Black out“ die Rede und daher wurde auch das Thema Zivilschutz für die Gemeinden in den letzten Monaten zu einem sehr wichtigen. Die Freiwilligen Feuerwehren aller 4 Ortsteile der Stadtgemeinde Ebreichsdorf haben daher in der vergangenen Woche mit Walter Donig vom Zivilschutzverband eine Besprechung organisiert. Am 4. Jänner fand die Sitzung mit den Kommandanten und Stellvertretern aller 4 Feuerwehren der Stadtgemeinde in Unterwaltersdorf statt. Jetzt gibt es aber nach einer zurückgerufen Aussendung von Donig und einem Posting mit einem Foto der vier Kommandos auf der VP-Facebookseite Aufregung und Distanzierungen!

Walter Dornig, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim Zivilschutzverband auch stellvertretender Stadtparteiobmann der ÖVP in Ebreichsdorf ist, übte in der zurückgerufenen Aussendung Kritik an der Stadtgemeinde und stellte in Frage: „Wie weit unsere Gemeindeverantwortlichen überhaupt ihre Verantwortung in Richtung Krisenmanagement bisher wahrgenommen haben“. 

Kocevar verärgert 

Das sorgte bei SPÖ Bürgermeister Wolfgang Kocevar für Verärgerung: „Interessant, welche Behauptungen Herr Donig in den Raum stellt, ohne im Detail informiert zu sein“, so Kocevar. „Natürlich finden seit längerem regelmäßige Gespräche mit Blaulichtorganisationen, dem Land NÖ und auch dem Zivilschutzverband statt. Ich bin da natürlich nicht mit Herrn Donig im Kontakt, sondern mit offiziellen Vertretern des Landes NÖ“, so der Bürgermeister.

„Aber natürlich werden wir auch in Zukunft weitere Abstimmungsgespräche mit allen offiziellen Vertretern der Gemeinde führen und entsprechend Notfallpläne für etwaige Blackouts oder ähnliches ausarbeiten. Jeder, der dabei mithelfen möchte, ist herzlich willkommen. Das Thema ist ein sensibles und sollte nicht parteipolitisch missbraucht werden“, betont der Stadtchef. 

Feuerwehr lässt sich nicht von einzelnen politischen Fraktionen einspannen

Die Aussendung von Donig sorgte auch bei den Feuerwehrkommandanten für Aufregung. „Wir sind als Feuerwehren natürlich auch sehr daran interessiert, dass es für den Zivilschutz entsprechende Pläne gibt und daher schon seit längerem darüber mit der Stadtgemeinde im Gespräch“, so der Unterabschnittsfeuerwehrkommandant des Unterabschnittes Ebreichsdorf, Karl Wagner. „Die Aufgabe des Zivilschutzes liegt bei der Gemeinde und wir unterstützen diese gerne nach unseren Möglichkeiten“, so Wagner. Die Vorgehensweise der Aussendung und der Umstand eines Postings der ÖVP auf ihrer Facebookseite mit einem Foto der Kommandanten stößt aber bei ihm und den Kommandanten der vier Feuerwehren auf kein Verständnis. „Unsere Aufgaben als Feuerwehren nehmen wir im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden wahr und lassen uns nicht von einzelnen politischen Fraktionen einspannen. Wir stehen, wie bei allen anderen Themen, die die Feuerwehr betreffen, auch beim Thema Zivilschutz in einem sehr guten Austausch mit der Gemeinde und sehen die von Herrn Donig geäußerten Aussagen als seine persönliche Meinung, die wir auch nicht wirklich nachvollziehen können“, so Wagner.

 

Zu dem Thema folgte eine weitere Aussendung von Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ):

Vielleicht war es nur ein neuerliches Blackout eines ÖVP-Funktionärs, oder steckt Kalkül dahinter, die Feuerwehren für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen? In einer Aussendung wirft ausgerechnet Walter Donig, ehemals Aktivist der Bürgerliste und derzeit gerade stv. Stadtparteiobmann der ÖVP Ebreichsdorf, der Stadtpolitik Untätigkeit in Sachen Zivilschutz und Blackout-Vorsorge vor und spannt dabei die vier Stadt-Feuerwehren vor seinen Partei-Karren. Ein auf Facebook gepostetes Foto mit den Feuerwehr-Kommandanten soll offenbar die Partei-Kompetenz bei diesem wichtigen Vorsorge-Thema unterstreichen. Donig hat die Rechnung aber ohne die Blaulichtorganisation gemacht: Die Feuerwehr-Kommandanten wehren sich gegen die parteipolitische Einvernahme und auch die politisch Verantwortlichen der Stadtgemeinde Ebreichsdorf sind verwundert: Ein Neujahrs-Gespräch der Feuerwehr Ebreichsdorf mit Vertretern der Stadtgemeinde in der ersten Jännerwoche hatte ausgerechnet die ÖVP als einzige Partei geschwänzt. Warum ÖVP-Donig jetzt ins Fettnäpfchen tritt, ohne auch nur ansatzweise zu wissen, über welche Themen man sich austauscht, bleibt ein Rätsel. Bürgermeister Wolfgang Kocevar von der SPÖ: „Selbstverständlich sind wir bei den wichtigen Themen Zivilschutz und Blackout-Vorsorge mit den Blaulichtorganisationen, dem Land NÖ und dem Zivilschutzverband im Austausch. Aber wir reden mit den kompetenten und zuständigen Ansprechpartnern.“ Sollte es ein Profilierungsversuch eines Funktionärs aus der zweiten Reihe gewesen sein, ist er jedenfalls in die Hose gegangen. Zivilschutz und Blackout sind zu wichtige Themen, um sie ausgerechnet dann zu thematisieren, wenn man möglicherweise selbst ein Blackout hat. 

Wie wichtig die Stadt Ebreichsdorf Blaulicht-Themen nimmt, zeigt der erwähnte Themen-Austausch mit der Feuerwehr Ebreichsdorf erst am 5. Jänner. Hier wurden wichtige Sicherheits- und Vorsorgethemen in Anwesenheit von Bürgermeister Wolfgang Kocevar und dem zuständigen Finanz-Stadtrat Christian Pusch – leider in Abwesenheit sämtlicher ÖVP-Vertreter – besprochen um sicherzustellen, dass die Feuerwehr auch entsprechend ausgerüstet ist, um die Bevölkerung im Krisenfall zu unterstützen. Dass auch der Neubau des Feuerwehrhauses Unterwaltersdorf samt Ausrüstung auf Schiene ist zeigt, dass es in Ebreichsdorf selbstverständlich ist, in die Sicherheit der Bevölkerung und der freiwilligen Helfer zu investieren.

Zum Thema selbst einigte man sich zwischen dem Zivilschutzverband und dem Bürgermeister auf folgende Aussendung: 

Stadtgemeinde Ebreichsdorf ist Zivilschutz ein Anliegen – erste Vorbereitungsrunde fand mit den Verantwortlichen statt.

Die Freiwilligen Feuerwehren aller 4 Ortsteile der Stadtgemeinde Ebreichsdorf haben die Initiative ergriffen und sich in Absprache mit Bgm. Wolfgang Kocevar, gemeinsam mit dem Bauhofleiter und Stabsmitarbeitern zu einem ersten Beratungstreffen am 4. Jänner 2022, zum Thema Zivilschutz, Katastrophenschutzplan der Stadtgemeinde Ebreichsdorf, Stärkung der Eigenverantwortung der Bevölkerung, getroffen.

Einig sind sich alle Beteiligten, dass das Thema Zivil- und Katastrophenschutz einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt.

Diese Initiative wird vom Ebreichsdorfer Mitbürger, Walter Donig, er ist auch ehrenamtlich beim NÖ Zivilschutzverband tätig, begleitet, der sich mit seiner Expertise gerne einbringt.

In einer nächsten Runde wird nun dieser Wissenstand in einer größeren Runde mit Bgm. Wolfgang Kocevar, den Kommandanten der betroffenen Feuerwehren und den Mitarbeitern des NÖ Zivilschutzverbandes aufgearbeitet, besprochen und die weiteren Schritte vereinbart.

Eine nicht abgesprochene und nicht akkordierte Presseaussendung unter den Partnern sorgte kurzzeitig für Dynamik. Dies konnte aber rasch nach klärenden Telefonaten geklärt und verbessert werden.

Bgm. Wolfgang Kocevar unterstützt jede Initiaitve die einen weiteren Beitrag zu mehr Sicherheit für Ebreichsdorf bedeutet und stellt ausdrücklich fest, „Sicherheit darf nie parteipolitisch besetzt werden“!

Walter Donig stellt klar: „Mir geht und ging es ausschließlich um die Erhöhung und Verbesserung der Sicherheitsstruktur in Ebreichsdorf und ich bedanke mich ausdrücklich für das bisherige gute Gespräch in der ersten Runde mit allen Beteiligten.

Regionales Schaufenster
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