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Gemeinden bereiten sich auf Massentests vor

In den Gemeinden der Region laufen die Vorbereitungen für die Massentestung am kommenden Wochenende auf Hochtouren

„Wir bieten allen Gemeindebürgern die Möglichkeit, sich am kommenden Wochenende im Volksheim auf den beiden eingerichteten Teststraßen testen zu lassen“, so SPÖ-Bürgermeister und Nationalrat Andreas Kollross aus Trumau. Dort werden für den reibungslosen Ablauf die Gemeindemitarbeiter, Gemeinderäte, Ehrenamtliche und Sanitäter des Samariterbundes Trumau-Traiskirchen sorgen. Ob sich der Trumauer Ortschef selbst auch testen lässt, dazu meint Kollross: „Ich glaube nicht!“

Kollross sieht in der aus seiner Sicht „übereilten“ Aktion einen PR Gag des Bundeskanzlers und kritisiert die Bundesregierung: „Was mich besonders ärgert ist, dass die Bundesregierung kurzfristig die Gemeinden dazu zwingt die PR Aktion des Bundeskanzlers umzusetzen“, und kritisiert, dass man am Freitag vor einer Woche kurz nach 12 Uhr per Mail an die Gemeinden informiert wurde. Für Kollross sind aber auch viele Fragen offen: „Wie sieht es mit dem Kostenersatz aus? Es gibt zwar Absichtserklärungen aber ob der Bund wirklich für die Kosten aufkommen wird, wissen wir bis heute nicht. Er selbst rechnet nicht mit einer hohen Beteiligung: „Ich gehe von nicht einmal 40% Beteiligung aus“, so Kollross. 

In Ebreichsdorf werde insgesamt 10 Teststraßen in der Feuerwehrscheune aufgebaut. „Wir haben 130 freiwillige Helfer der Feuerwehren, Ärzte, diplomiertes Krankenpersonal und unsere Samariter, aber auch viele Bürger, die uns bei der Testung unterstützen“, berichtet der Ebreichsdorfer Bürgermeister Wolfang Kocevar (SPÖ). „Wir haben bereits am vergangenen Wochenende in mehreren Kleingruppen eine erste Einschulung durchgeführt“, zeigt sich der Stadtchef optimistisch bezüglich des Ablaufs der Testung. Er selbst wird sich wie alle freiwilligen Mitarbeiter bereits am Freitag bei einer „Generalprobe“ testen lassen. Kocevar hofft, dass die vom Bund zur Verfügung gestellte Technik funktioniert. „Wir haben eine Kapazität von 70% der Bevölkerung, ich persönlich rechne aber eher, dass es unter 50% sein werden, die sich testen lassen“, so Kocevar, der ausreichend Zeit für eine eventuelle zweite Testung von der Bundesregierung fordert. 

In Oberwaltersdorf werden insgesamt 3 Teststraßen in der Bettfedernfabrik zur Verfügung stehen. „Unsere Feuerwehr, das Rote Kreuz, der Zivilschutzverband, das Team der Bettfedernfabrik und freiwillige Bürger werden uns bei der Testung unterstützen“, so Bürgermeisterin Natascha Matousek (ÖVP). Sie selbst wird sich „natürlich“ auch testen lassen, wie sie betont und rechnet mit einer guten Beteiligung in Oberwaltersdorf. „Ich hoffe, wir schaffen 2.500 Bürger, also ca. 50% die kommen und sich testen lassen“, so die Ortschefin. Die Bettfedernfabrik sieht sie als idealen Standort, da Parkplätze vorhanden sind und auch ausreichend Fläche in der Veranstaltungshalle. 

In Mitterndorf werden die Testungen auf einer Teststraße im Turnsaal der Volksschule durchgeführt. „Unsere Freiwillige Feuerwehr, Gemeindemitarbeiter und freiwillige Helfer unterstützen uns bei der Organisation, die Tests werden von unserer Gemeindeärztin Dr.  Sandra Stangel-Samergia, von Notfallsanitätern und Medizinstudenten abgenommen“, berichtet Bürgermeister Thomas Jechne (SPÖ). Bezüglich der Beteiligung ist der Ortschef eher zurückhaltend. „Ich hoffe, dasd wir 50% erreichen aber bin etwas skeptisch und nicht sehr euphorisch, dass wir das erreichen“, so Jechne. 

Regionales Schaufenster
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