Auftakt zur „Dorferneuerung“ 

Der dritte Schritt ist gemacht!

Nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates und der Auflage einer zielgerichteten Bürgerbefragung in Blumau Neurißhof mit der Ortschef René Klimes den Wünschen und Anregungen zur Dorferneuerung auf den Grund gehen will, fand nun die erste Informationsveranstaltung zum Thema statt. Im kleinen Kreis wurde der Ist-Stand zu den sechs Leitthemen erhoben und Projektideen gesammelt. 

„Besonders spannend ist der einhergehende Bürgerprozess, in dem sich jeder einbringen kann und sein Blumau-Neurißhof der Zukunft mitgestalten kann“, zählt Bürgermeister René Klimes vor allem auf eins: „Eine gute Zeit mit guten Inputs und noch besseren Ergebnissen, die letztlich allen Generationen Vorteile bringen wird“. Unterstützung erhält die Gemeinde dabei von Prozessbegleiter Florian Kolbe der NÖ Dorf- und Stadterneuerung.

„Blumau-Neurißhof war bereits 2006 Teil der Dorfentwicklung und hat in diesem Kontext den bestehenden Beachvolleyballplatz umgesetzt“, erinnert Klimes, der an diesen Erfolg nun anknüpfen will. In Florian Kolbe fand die Gemeinde einen vertrauten Partner – „der Experte für Raumplanung und -entwicklung betreut auch die Kleinregion Ebreichsdorf, der auch Blumau-Neurißhof angehört“, holt Klimes aus. Schließlich ist es das erklärte Ziel der Dorferneuerung die Lebensqualität in den Gemeinden zu heben und Bürgerprojekte zu Leitlinien zu machen. 

Als Handlungsfelder wurden Soziale Aufgaben, Bildung und Kultur, Siedeln/Bauen/Wohnen, Dorfökonomie/Nahversorgung/Ortskernbelebung, Mobilität und Klimaschutz definiert. In den kommenden vier Jahren werden nun im begleiteten Prozess jene Projekte nach vorne gestellt, die die Bürger als wesentlich für die positive Ortsentwicklung erachten. „Sie sind auch Gegenstand der aktuell laufenden Bürgerbefragung, die an die Haushalte unserer Gemeinde ausgesendet wurde. 119 Fragebögen wurden bereits retourniert und ergeben interessante Ansätze“, führt der Ortschef aus. 

Am 1. Juli soll die Gemeinde offiziell in die Familie der Dorf- und Stadterneuerungsgemeinden aufgenommen werden, die allesamt auch von vielen Förderungen des Landes NÖ profitierten. „Bereits die Prozesskosten werden größtenteils vom Land NÖ übernommen, das diese auch mit bis zu 50% bei der Umsetzung der Bürgerwunschprojekte unterstützt“, erläutert Florian Kolbe, der sich seit zwei Jahren als Prozessbegleiter einsetzt. Ist die Gemeinde in die Familie der Dorf- und Stadterneuerung aufgenommen, erfolgen im nächsten Schritt zielgerichtete Dorfgespräche, parallel dazu wird ein Verein als lokale Plattform ins Leben gerufen, um Ideen und Umsetzung zu koordinieren und zu professionalisieren. In vier Jahren wird es schließlich eine Evaluierung aller Maßnahme geben, die die Gemeinde und ihre Bürger auf den Weg gebracht haben. Die Projektideen sind bereits heute vielfältig und reichen vom Ausbau der Fuß- und Radwege über ein Freiluftmuseum bis hin zu Familienfesten und Installierung eins Kinder- und Jugendgemeinderats. „Auf viele weitere Projektideen, die in die Handlungsfelder einzahlen, freuen wir uns sehr“, sehen Vizebürgermeisterin Claudia Mozelt und u.a. GGR Dorina Sommer als Auditbeauftrage für den parallel laufenden Prozess zur „familienfreundlichengemeinde“ Synergieeffekte mit den bereits hier in Gang gesetzten Mitmachinitiativen. „Gemeinsam zur Wohlfühlgemeinde lautet schließlich das gemeinsame Motto, das Blumau-Neurißhof noch lebenswerter machen soll“, so Bürgermeister René Klimes abschließend. 

Im Bild Bürgermeister René Klimes und Vizebürgermeisterin Claudia Mozelt mit Dorferneuerungs-Prozessbegleiter Florian Kolbe und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Informationsveranstaltung. 

Fotos: Sonja Pohl

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