Ein Vierteljahrhundert nach der Stadterhebung feierte Ebreichsdorf am 5. September im Rahmen des traditionellen Stadtfestes sein Jubiläum. Zahlreiche Ehrengäste sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung und dem öffentlichen Leben nahmen am Festakt vor dem Rathaus teil.
Im Jahr 2001 war die damalige Marktgemeinde Ebreichsdorf zur Stadt erhoben worden. Maßgeblich vorangetrieben wurde dieser Schritt vom damaligen Bürgermeister Mag. Josef Pilz. Die feierliche Überreichung der Stadterhebungsurkunde erfolgte durch den damaligen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Ebenfalls dabei war der damalige Landesrat Fritz Knotzer.
Gedenken an Josef Pilz
Der diesjährige Festakt begann mit einer Gedenkminute für den erst im Sommer verstorbenen Altbürgermeister Josef Pilz. Bürgermeister Wolfgang Kocevar würdigte dessen langjähriges Wirken und seine Bedeutung für die Entwicklung Ebreichsdorfs.
„Viele Fortschritte und Entwicklungen unserer Stadt beruhen noch auf der Ära von Mag. Pilz“, betonte Kocevar. Mit der Stadterhebung sei vor 25 Jahren ein wichtiger Schritt gesetzt worden, auf dem zahlreiche spätere Projekte aufgebaut hätten.
Stadt hat sich stark verändert
In seiner Rede erinnerte Kocevar an einige der bedeutendsten Entwicklungen der vergangenen Jahre. Dazu zählt vor allem der Ausbau der Pottendorfer Linie. Sie ermögliche es heute, in nur 17 Minuten von Ebreichsdorf nach Wien-Meidling zu gelangen. Die aufgelassene Bahntrasse wurde bewusst nicht verbaut und soll mit dem „Park Eberich“ zu einem neuen Erholungsraum für die Bevölkerung werden.
Auch im Bildungsbereich habe sich viel verändert. Mittlerweile gibt es im gesamten Gemeindegebiet 37 Kindergartengruppen. Darüber hinaus wurden die Mittelschule, die Volksschule und die Hans-Hofer-Schule erweitert beziehungsweise saniert. Für die Zukunft wünscht sich Kocevar auch eine höhere Schule am Standort Ebreichsdorf.
Neue Wohngebiete entstanden unter anderem am Rösselhof, im Hasengarten und aktuell auf den Zimmermanngründen. Gleichzeitig wurden zusätzliche Betriebsgebiete geschaffen, um Ebreichsdorf auch als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung der neuen Windkraftanlagen, deren Umsetzung nach rund 14 Jahren Vorbereitungszeit abgeschlossen werden konnte.
„Ebreichsdorf ist eine zentrale Schnittstelle zwischen Wien und Wiener Neustadt. Als modernes Zentrum wollen wir unsere Stadt weiterentwickeln und dabei auch die Ortsteile stärken“, erklärte Kocevar.
Zeitzeugen erinnerten sich
Besonders freute sich der Bürgermeister, mit Günther Czompo und Wilfried Lehner auch jene beiden Vizebürgermeister begrüßen zu können, die zum Zeitpunkt der Stadterhebung im Amt gewesen waren.
Mit Fritz Knotzer nahm zudem ein weiterer politischer Wegbegleiter von damals am Jubiläum teil. Im Gespräch mit Wolfgang Kocevar erinnerte sich der ehemalige Landesrat an den Festakt vor 25 Jahren und erzählte einige Anekdoten von den damaligen Feierlichkeiten.
Landesrätin Eva Prischl gratulierte der Stadt und betonte, dass eine Stadt vor allem mit den Menschen wachse, die in ihr leben und sich für sie engagieren. Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Christoph Kainz würdigte die zahlreichen umgesetzten Projekte sowie die Bedeutung Ebreichsdorfs für die gesamte Region und den Bezirk Baden.
Unter den weiteren Gästen befanden sich Richard Drasche-Wartinberg mit Gattin, zahlreiche Stadt- und Gemeinderätinnen und -räte, Ehrenringträger der Stadtgemeinde sowie aktive und ehemalige Direktorinnen der Schulen und Leiterinnen der Kindergärten.
Stadtwein feierlich gesegnet
Feierlich abgerundet wurde der Festakt mit der Segnung des Stadtweines durch Pfarrer Pawel Wojciga. Der Wein stammt vom Weingut Huber-Spitzer. Mit Marie Huber war auch die aus Schranawand stammende niederösterreichische Weinkönigin beim Festakt anwesend. Begleitet wurde der Festakt vom Musikverein Ebreichsdorf.
Das Jubiläum bot damit nicht nur Gelegenheit, auf 25 bewegte Jahre zurückzublicken. Es zeigte zugleich, wie stark sich Ebreichsdorf verändert hat – und welche Ziele sich die Stadt für die kommenden Jahre gesetzt hat.
Stadtfest an zahlreichen Schauplätzen
Rund um den Festakt wurde wieder in der ganzen Stadt gefeiert. Das Stadtfest verteilte sich auf zahlreiche Schauplätze und bot den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm für die gesamte Familie. Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen leisteten die vielen Vereine und Organisationen, die sich mit großem Engagement beteiligten und die einzelnen Stationen mit Kulinarik, Musik, Kinderprogramm und verschiedenen Attraktionen gestalteten.
