Historisches Bacherlgerinne umfassend saniert

Dorf- und Stadterneuerung fördert Projekt mit 20.000 Euro – Wasserversorgung und Umwelt erhalten

Die Gemeinde Blumau-Neurißhof hat einen bedeutenden Schritt zur Erhaltung ihrer historischen Wasserinfrastruktur gesetzt: Einer der ältesten Abschnitte des rund 20 Kilometer langen Bacherlgerinnes – vom Steinböckpark bis zur Kasinostraße – wurde in den vergangenen Wochen umfassend saniert. Zwei Brücken werden zudem im Zuge des Projekts originalgetreu wiederhergestellt. Die Dorf- und Stadterneuerung förderte das Vorhaben mit 20.000 Euro – rund 75 Prozent der Gesamtkosten.

„Die Zugänge zum Bacherl wurden freigeschnitten, alte Ziegelsteine entfernt und das Niveau des Gerinnes mittels Kiesbett neu reguliert“, erklärt Bürgermeister René Klimes. „Neue Rohrschalen wurden verlegt und verfugt, Zuleitungen zu den Zisternen der angrenzenden Grundstücke angelegt. Das Gerinne präsentiert sich nun in vollständig saniertem Zustand – mit perfekt berechneter Fließgeschwindigkeit und idealem Zulaufsystem.“

Das Bacherlgerinne ist Teil eines jahrhundertealten lombardischen Bewässerungssystems und prägt die naturnahe Struktur der Gemeinde. Landtagsabgeordneter Christoph Kainz, der sich maßgeblich für die Förderung durch das Land Niederösterreich eingesetzt hat, zeigt sich erfreut: „Dank dieser Investition bleibt nicht nur die Wasserversorgung der Kleingärten gesichert, sondern auch ein Stück historisches Erbe für kommende Generationen erhalten. Das ist gelebter Umwelt- und Naturschutz, von dem alle profitieren.“

Für die fachgerechte Umsetzung sorgte das Unternehmen Lebisch Erdarbeiten aus Sollenau unter der Leitung von Patrick und Kevin Bruckner. Anton Soos, Obmann des Bacherlvereins, zeigt sich begeistert: „Die Zusammenarbeit mit der Firma Bruckner war vorbildlich. Mit ihnen werden wir sicherlich auch das nächste Gerinne-Projekt in Angriff nehmen.“

Mit dieser Sanierung beweist die Gemeinde Blumau-Neurißhof erneut, dass Ökologie, Tradition und funktionierende Infrastruktur kein Widerspruch, sondern ein starkes Team sein können.

Fotos: Sonja Pohl

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