Was als regionales Vorzeigeprojekt begann, hat sich zu einer echten Bewegung entwickelt: Die Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) Thermenstrom eGen und mehrere Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEGs) in der Thermenregion gehen in die nächste Entwicklungsphase. Bei einem Workshop in der Galerie Bettfedernfabrik Oberwaltersdorf präsentierten Vertreter:innen aus Gemeinden, Energiegenossenschaften und Fachorganisationen eindrucksvoll, wie Energiewende auf kommunaler Ebene funktioniert.
Nach einem erfolgreichen Probebetrieb im Jahr 2024 ist der Vollbetrieb seit Anfang 2025 stabil angelaufen. Mittlerweile versorgen hunderte Mitglieder über 600 Zählpunkte zuverlässig mit regional erzeugtem Strom. Als Genossenschaft des Österreichischen Genossenschaftsverbands (ÖGV) bietet Thermenstrom ein einzigartiges Modell: kommunal getragen, professionell organisiert und rechtlich abgesichert.
Die technische und organisatorische Basis gilt als vollständig etabliert – von der Digitalisierung sämtlicher Abläufe bis hin zur Integration von sieben Kleinwasserkraftwerken. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit genießt Thermenstrom bereits hohe Bekanntheit in der Region.
Zukünftig soll das Energieportfolio erweitert werden: Neben Photovoltaik und Kleinwasserkraft sind Windkraftanlagen, Batteriespeicher und neue gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen geplant. Schon jetzt versorgen elf solcher Projekte rund 150 Wohnungen mit sauberem Strom – finanziert durch Bürgerbeteiligung.
Kooperation und Vertrauen seien entscheidende Erfolgsfaktoren, betonten Expert:innen wie Barbara Pogacar (ÖGV), Andreas Bauer (eNu), Klaus Schmid und Christian Mesterhazi. Die Thermenregion zeige beispielhaft, wie regionale Zusammenarbeit, Digitalisierung und genossenschaftliche Strukturen ineinandergreifen können.
„Unsere Energiegemeinschaften stehen für saubere Energie, regionale Wertschöpfung und gelebte Verantwortung. Wir haben die Strukturen geschaffen – jetzt füllen wir sie weiter mit Leben“, fasst Christian Mesterhazi, Vorstand der BEG Thermenstrom, die Vision zusammen.
Foto: z.V.g.
