Am 14. November 2025 fand im „Thomas im Johanneshof“ in Tattendorf das Rückspiel des „Winzer-Duell der Regionen“ zwischen der Thermenregion und Carnuntum statt. Im Hinspiel Anfang Oktober hatten die Carnuntum-Winzer einen 3:2-Vorsprung mit 39 Stimmen herausgeholt. Somit startete der ausverkaufte Abend in Tattendorf mit einem Punkt Rückstand für die Thermenwinzer.
Bereits beim ersten Gang – „Sau & Fisch“, einer gebackenen Blunze mit Kren, Miso und Kaviar, servierten das Weingut Oppelmayer (Göttlesbrunn) einen Sauvignon Blanc 2024 sowie das Weingut Alphart (Traiskirchen) einen Zierfandler Ried Pfarrweingarten 2023. Dieser holte den ersten Punkt für die Thermenregion – Ausgleich 3:3.
Den Führungstreffer zum 4:3 erzielten die Thermenwinzer beim zweiten Gang: Zu einer Kürbiscremesuppe punktete der Neuburger Thermenregion DAC 2024 vom Weingut Knötzl (Tattendorf) gegen den Cuvée GÄÄ Weiß 2020 vom Weingut Nepomukhof Graßl (Göttlesbrunn).
Beim dritten Gang – einem Stundenei mit Rahmwirsing und Trüffelespuma – gelang Carnuntum erneut der Ausgleich: Der Weißburgunder 2024 vom Weingut Markus Lager (Göttlesbrunn) setzte sich gegen den Rotgipfler Ried Kreuzweingarten 2023 von Hannes Hofer (Gumpoldskirchen) durch – 4:4.
Zum 5:4 für die Thermenregion kam es beim Burgunderschmorbraten mit getrüffeltem Parmesanrisotto. Der Cuvée Eichkogel 2015 vom Weingut Gregor Schup (Tattendorf) gewann gegen den Cuvée Optime 2022 vom Weingut Gerhard Pimpel (Göttlesbrunn).
Zu diesem Zeitpunkt trennten Thermenregion und Carnuntum lediglich zwei Stimmen, und alles blieb bis zum Dessert hochspannend. Die Entscheidung fiel schließlich bei der Grießflammerie mit Beerenragout. Carnuntum setzte dabei auf den kräftigen Cuvée P1 vom Weingut Payr (Höflein), während die Thermenwinzer den Chardonnay Brut Reserve 2020 vom Weingut Alfred Zöchling (Tattendorf) ins Rennen schickten. Das Publikum entschied sich jedoch klar für den Schaumwein – Endstand 6:4 für die Thermenregion.
„Am Ende waren es zwar zwei Punkte Unterschied, aber nur 30 Stimmen Differenz insgesamt – das zeigt, wie ausgeglichen und hochklassig dieses Duell war“, so Veranstalter Thomas Lenger.
Für Gäste wie Winzer boten die beiden Abende ein spannendes, genussreiches und unvergessliches Erlebnis – und eine würdige Bühne für zwei herausragende Weinregionen Niederösterreichs.
