Nach zwei Ausstellungstagen im Saal des Vereines Jugendhilfe, einem Schüler:innentag, sechs Wochen an den Originalschauplätzen und acht Wochen im Rothen Hof, fand am 26. Oktober das Finale der Ausstellung „Zeitbomben“ statt. DI Heinz Hamp vom Verein Jugendhilfe und Gernot Blümel vom Verein Bildung und Kultur schufen mit der Ausstellung die Möglichkeit, dass jede:r Besucher:in für sich einen ganz persönlichen Blick auf diesen Tag der Pottendorfer Ortsgeschichte werfen und die Zitate, Niederschriften der Zeitzeugen und die Bilder auf sich einwirken lassen kann. Die Ausstellung war auch ein DANKE an jene Generation, die sich die Ärmel hochgekrempelt und alles wieder aufgebaut hat.
Schon die Eröffnung im Saal des Vereines Jugendhilfe zeigte, dass dieses Thema für viel Gesprächsstoff, kontroversielle Meinungen, offene Diskussionen, überraschende Entdeckungen, nicht gekannte Einblicke, demütige Rückblicke, hoffnungsvolle Ausblicke, aufgeworfene Fragen, unerwartete Antworten, achtsamer Umgang mit der Vergangenheit sorgte.
Der Besuch mehrerer Schulklassen machte deutlich, dass dieses Thema generationsübergreifend präsent ist.
Die Eindrücke der Ausstellung, die vielen Gespräche, die aufgeworfenen Fragen und die erhaltenen Antworten fasste Gernot Blümel im Buch “Luftangriff auf Siegersdorf, Pottendorf und Landegg” zusammen und präsentierte es am Schlusstag im Rothen Hof.
Das Buch schildert die Ereignisse von einem der schlimmsten Tage der Pottendorfer Ortsgeschichte aus zwei Perspektiven. Abwechselnd begleiten die Leser:innen die alliierten Bomber in allen Phasen des Luftangriffes vom Start bis zum Abdrehen in Richtung Heimatflughafen und als Gegenpol dazu werden Niederschriften und/oder Erzählungen von Bewohner:innen aus Siegersdorf, Pottendorf und Landegg wiedergegeben.
Das Buch ist ab sofort in der erlesenen Buchhandlung, Hauptstraße 20 in Pottendorf erhältlich.
Bilder: Maria Hoffmann
