Rottweiler „Jimmy“ brach bei einem Spaziergang in der Hitze plötzlich zusammen. Sein Besitzer versuchte verzweifelt, Hilfe zu organisieren – doch vergeblich. Erst nach fast einer Stunde traf ein Tierärzteteam ein, da war der Hund bereits tot.
Der 50 Kilo schwere Rüde konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten, vermutlich wegen eines Bandscheibenproblems. Da der Besitzer kein Auto besitzt, lief er nach Hause, holte Wasser und Decken und rief die Österreichische Tierrettung an. Doch diese darf in Niederösterreich nicht aktiv werden und konnte nur Telefonnummern von Tierärzten weitergeben.
„Eine Stunde nach Hilfe zu suchen, wenn jede Sekunde zählt, ist einfach zu lang“, kritisiert Marcus Serringer, Geschäftsführer des Tiermedizinischen Zentrums Teesdorf. Sein Team machte sich sofort nach dem Anruf auf den Weg, doch „Jimmy“ konnte nicht mehr gerettet werden.
Serringer fordert erneut die Einführung einer Tierrettung in Niederösterreich: „In fast allen Bundesländern gibt es sie bereits. Aber leider verhinderte die Politik bisher eine Lösung – mit tragischen Folgen, wie dieser Fall zeigt.“
Foto: Tiermedizinisches Zentrum Teesdorf
