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Analyse nach Metallica-Konzert: Verbesserungen notwendig

Über 55.000 Besucher beim Metallica-Konzert: Verbesserungen angestrebt

Das Mega-Konzert-Event am 1. Juni 2024 im Magna Racino lockte mehr als 55.000 Besucher an. Während die Anreise größtenteils reibungslos verlief, herrschte bei der Abreise Chaos. Dies führte zu zahlreichen Polizei- und Rettungseinsätzen sowie großem Unmut bei vielen Besucherinnen und Besuchern, wie auch die Kommentare auf unserer Facebook-Seite zeigen.

Nun soll in den kommenden Tagen ein neues Abreisekonzept präsentiert werden, da in weniger als einem Monat das „Rolling Loud“ Festival mit bis zu 60.000 Besuchern an drei Tagen stattfindet.

Bürgermeister Kocevar: „Man darf jetzt nicht alles schlecht reden“

„Bis zur Abreise hat alles gut funktioniert“, so Bürgermeister Wolfgang Kocevar im Gespräch mit der MONATSREVUE. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die der Veranstalter leicht in den Griff bekommen kann, wie das Aufstellen zusätzlicher Toiletten und Zapfhähne.“

Neues Abreise-Konzept

„Natürlich muss die Abreise besser organisiert werden“, erklärte Kocevar. „Es gab bereits eine Besprechung mit Einsatzkräften und Behörden. Das Resümee war eindeutig: Die Anreise funktionierte hervorragend, aber die Abreise muss verbessert werden. Neue Wege-Konzepte, bessere Beleuchtung und Beschilderung sind notwendig. In den nächsten zehn Tagen soll ein neues Abreisekonzept vom Veranstalter präsentiert werden.“

„Jeder, der zu einem Großkonzert geht, muss damit rechnen, dass die Abreise einige Stunden dauert. Das Problem ist, dass sich die Leute nicht eingepfercht, eingesperrt oder unsicher fühlen dürfen. Besonders bei jüngeren Festivalbesuchern kann das schnell zu gefährlichen Situationen führen.“

Wenig Kritik aus Ebreichsdorf

Laut Kocevar gab es seitens der Ebreichsdorfer Bevölkerung wenig Kritik. „Ich habe relativ wenig negatives Feedback erhalten. Einige Anrainer in der Wiener Straße konnten nicht zu ihren Häusern, aber wegen Lärmbelästigung gab es keine Beschwerden.“

Ebreichsdorf profitiert wenig

Ebreichsdorf und die lokale Wirtschaft profitierten kaum von dem Konzert. „Ob die Gemeinde von dem Konzert profitiert hat, kann man nach dem ersten Konzert noch nicht sagen. Wir müssen die zweite Veranstaltung abwarten und dann ein Resümee mit dem Veranstalter ziehen. Am Ende muss es natürlich auch für die Stadtgemeinde etwas bringen.“

Keine Lustbarkeitsabgabe für die Gemeinde

Die Gemeinde selbst ging leer aus. Die Lustbarkeitsabgabe wurde 2017 abgeschafft. „Der Gemeinderat beschäftigt sich gerade damit und informiert sich, wie andere Austragungsgemeinden das handhaben. Es ist auch für die Gemeinde Pflicht, alle möglichen Abgaben zu erheben, solange die heimischen Vereine nicht betroffen sind“, so Kocevar.

Andere Gemeinden erhalten bei solchen Veranstaltungen einen prozentualen Anteil der Kartenerlöse. „St. Pölten erhält 3% bei Konzerten, Wr. Neustadt 1,5%. Wir planen, diese Abgabe ebenfalls einzuführen, um den Aufwand, den wir durch Besprechungen und Planungen haben, zurückzubekommen. Der Gemeinderat wird sich im Juni damit befassen.“

Die Bilanz des Bürgermeisters ist insgesamt positiv. Es bleibt abzuwarten, wie das Festival Anfang Juli verläuft, da dies maßgeblich über die Zukunft der Konzertveranstaltungen in Ebreichsdorf entscheiden wird.

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