Friedhof: Zahlreiche Erneuerungen sorgen für ein würdevolles Gesamtbild

Die Gemeinde Blumau-Neurißhof hat das Frühjahr und den Frühsommer genutzt, um umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen auf dem örtlichen Friedhof durchzuführen.

Diese Arbeiten tragen erheblich dazu bei, das Gesamtbild der Anlage zu verbessern und ihr eine würdevolle Atmosphäre zu verleihen.

Sanierung des Grabdenkmals für die Explosionsopfer

Ein herausragendes Projekt war die Sanierung des Grabdenkmals für die Opfer der Pulverfabrik-Explosionen von 1918 und 1922, bei denen insgesamt 56 Menschen ums Leben kamen. Diese Opfer wurden in einem Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof beigesetzt, wo ein Gedenkstein an sie erinnert. Im Laufe der Jahre verfiel die Anlage, die Gedenktafeln zerbrachen und gerieten fast in Vergessenheit. Nun hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Baufirma Ing. Albert Trausmuth die Grabanlage umfassend saniert und in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Die Maßnahmen umfassten die Entfernung der vertrockneten Thujen, die Sanierung des Sockels und der Geländereinfassung sowie eine behutsame Restaurierung des Gedenksteins. Bürgermeister René Klimes und Ing. Albert Trausmuth sind sich einig: „Die gesamte Anlage wirkt nun nicht nur dreimal so groß, sie ist auch dreimal so würdevoll.“ Der Abschluss der Arbeiten bestand in der Montage der restaurierten bzw. neu angefertigten Gedenktafeln, die die Namen der Explosionsopfer auflisten, sowie in der Bepflanzung des Denkmals und des gesamten Friedhofsareals.

Neupflanzung von Jungbäumen entlang des Parkplatzes

Ein weiterer Schritt zur Verbesserung des Ortsbildes und des Kleinklimas war die Pflanzung einer hitzeresistenten Jungbaumallee entlang der neu gestalteten, staubfreien Parkfläche zwischen dem großen Friedhofsareal und dem gegenüberliegenden Soldatenfriedhof. „Gepflanzt wurden 10 Hainbuchen, die mit den sich verändernden Witterungsbedingungen gut zurechtkommen und in ein paar Jahren als wertvolle Schattenspender geschätzt werden“, erklärt Bürgermeister René Klimes.

Bis die Bäume ihre volle Größe erreicht haben, sind sie mit einem Stammschutz versehen, der von Landschaftsgärtner Karl Watzke angebracht wurde. Die Bauhofmannschaft rund um Christian Eder sorgt für die Pflege der Bäume, selbstverständlich nach den Natur-im-Garten-Kriterien, das heißt ohne Einsatz von Pestiziden, künstlichem Dünger oder Torf.

Grablicht-Automat

Auf Wunsch der Bürger wurde ein Grablicht-Automat am Friedhofseingang installiert. Dieser Automat, der von Bürgermeister René Klimes initiiert wurde, ermöglicht es den Besuchern, Grabkerzen mit Flammenschutz für 2 Euro zu erwerben. Es ist jedoch wichtig, Kleingeld mitzubringen, da der Automat keine digitale Kartenbezahlfunktion besitzt.

Die umfassenden Erneuerungen am Friedhof von Blumau-Neurißhof haben nicht nur das äußere Erscheinungsbild erheblich verbessert, sondern tragen auch zu einer würdevollen und gepflegten Gedenkstätte bei. Die Gemeinde zeigt damit ihr Engagement für die Erinnerungskultur und die Pflege des historischen Erbes.

Fotos: Sonja Pohl

Regionales Schaufenster
Genuss Atelier
Teile diesen Beitrag:

Beiträge der letzten Wochen: