Haben Großveranstaltungen in Ebreichsdorf Zukunft?

Nach einer Nachbesprechung mit Einsatzorganisationen und Behörden bleibt diese Frage eine „Entscheidung des Veranstalters und der Landesregierung“.

Am Donnerstag fand eine Nachbesprechung des Veranstalters, der Einsatzorganisationen und der Behördenvertreter zum Rolling Loud in Ebreichsdorf statt. Für die Stadtgemeinde Ebreichsdorf nahm an dieser Sitzung unter anderem in Vertretung des Bürgermeisters, der sich im Urlaub befindet, Vizebürgermeister Christian Pusch teil.

„Die Einsatzorganisationen zogen eine positive Bilanz über die Veranstaltung, und auch der Veranstalter sprach im Vergleich zum Metallica-Konzert von einem sehr guten An- und Abreisekonzept“, so der Vizebürgermeister.

„Unsere Aufgabe als Stadtgemeinde ist es, unsere Bürger und unsere Infrastruktur zu schützen. Daher haben wir auch jene Punkte eingebracht, welche unsere Bürger bei der Veranstaltung belastet haben“, erläutert der Vizebürgermeister, der vor allem den Verkehr, den Müll und die Lärmbelästigung ansprach. „Alle haben gesagt, dass der Freitag und der Samstag von der Lärmbelästigung her in Ordnung waren, am Sonntag war diese jedoch um einiges höher“, fasst Pusch zusammen. Er war in den letzten Tagen intensiv mit der Beantwortung von Mails und Nachrichten zum Rolling Loud beschäftigt. „Auch die Parksituation, die Entsorgung des Mülls und die Belastung für unser Kanalsystem sind Punkte, die bei künftigen Veranstaltungen, sollten sie stattfinden, unbedingt noch einmal neu überdacht werden müssen“, so der Vizebürgermeister.

„Das Land und wir wollten vom Veranstalter auch über die künftigen Pläne rechtzeitig informiert werden. Der Veranstalter hielt sich darüber aber noch bedeckt. Es gibt zwar für 2025 vage Pläne, die noch intern diskutiert werden müssen, so der Veranstalter, er will sie zu gegebener Zeit mitteilen“, erklärt Pusch und verweist darauf, dass es für das Magna Racino eine Veranstaltungsgenehmigung für über 70.000 Besucher gibt.

„Eine Drei-Tages-Veranstaltung mit einem Abschluss am Sonntag sehen wir als Stadtgemeinde aber sehr kritisch“, so der Vizebürgermeister abschließend.

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